Laura Chinchilla, Ex-Präsidentin von Costa Rica, soll die entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission leiten – gemeinsam mit Kanzler a. D. Olaf Scholz.
Kann bestimmt auch gut mit Ex-Kanzlern: Die Ex-Präsidentin von Costa Rica, Laura Chinchilla
Francesco Spotorno/epa
Zuletzt war Laura Chinchilla Miranda wieder als Netzwerkerin gefragt. Als Präsidentin des Club de Madrid, wo sich mehr als 100 Ex-Präsident:innen für die Stärkung der Demokratie engagieren, war sie aktiv und warnte vor der „demokratischen Rezession“, die weltweit zu beobachten sei. Ein typischer Einsatz für die 67-jährige Ex-Präsidentin von Costa Rica (2010–2014), die auch die Demokratie in ihrem Heimatland in Gefahr sieht. Statt demokratische Institutionen zu stärken, sei das Gegenteil in der gesamten Region zu beobachten, sagte Chinchilla.
Der Staat und seine Institutionen werden geschwächt, teilweise übernommen und instrumentalisiert, kritisierte Chinchilla. Parallel dazu sei die organisierte Kriminalität auf dem Vormarsch. Das ist auch in Costa Rica nicht zu übersehen, denn die Hauptstadt San José zählt nicht mehr wie früher zu den sichersten Städten in der Region, sondern wartet mit einer Mordquote auf, die früher undenkbar war.






