Den eigenen Urlaub über Portale wie Booking.com, Expedia, Check24, HRS oder Airbnb zu buchen, ist für die meisten seit Jahren Standard. Man sucht sich den Urlaubsort der Wahl aus, gibt den gewünschten Zeitraum ein und entscheidet sich anhand der kurzen Beschreibungen und der zahlreichen Fotos für das entsprechende Hotel. Doch vielen dürfte das böse Erwachen beim Check-in bekannt vorkommen: Das „großzügige, helle Zimmer mit Ausblick“ ist vor Ort deutlich kleiner als erwartet, die „zentrale Lage“ entpuppt sich als eher abgelegen, und auch die Ausstattung hält nicht immer das, was die Bilder versprechen.
Ein Fünftel aller Hotelfotos unter KI-Verdacht
Eine neue Auswertung des forensischen KI-Verifikationsanbieters Contentguard und der Agentur ABCD Agency hat ergeben: Zahlreiche Hotels an europäischen Urlaubsorten werben offenbar mit Bildern, die mithilfe Künstlicher Intelligenz bearbeitet oder sogar vollständig generiert wurden – und führen Reisende damit nicht selten in die Irre. Für die Untersuchung wurden im Mai jeweils 100 Hotels auf Kreta, Sizilien, Usedom, Mallorca, im türkischen Alanya sowie in Berlin und Hamburg analysiert. Insgesamt wurden dabei 25.550 Bilder ausgewertet – rund 19 Prozent davon wurden als „KI-Verdachtsfall“ eingestuft. Die Darstellung reicht von leicht veränderten Farben über fehlende oder hinzugefügte Ausstattung bis hin zu stark überzeichneten oder unnatürlich wirkenden Räumen. Die Folge seien häufig Enttäuschungen vor Ort, die das Urlaubserlebnis deutlich trüben können.






