Mitten im Hitzesommer kommt aus der Berliner Philharmonie ein Paukenschlag, den einige Musiker als Donnerhall wahrgenommen haben: Die langjährige Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, Andrea Zietzschmann, verlässt Orchester und Haus 2028, um sich noch einmal einer neuen Herausforderung zu stellen, wie es in ihrem Umfeld begründet wird. Sie werde „ihren zu August 2028 auslaufenden Vertrag nicht ein drittes Mal verlängern“, teilt die Senatsverwaltung für Kultur mit.
Kirill Petrenko, der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, lässt keinen Zweifel daran, dass der Wechsel für ihn als künstlerischen Leiter und das Orchester eine Zäsur ist: „Andrea Zietzschmann hat ihr Amt zwei Jahre vor mir angetreten und war somit meine ganze bisherige Zeit bei den Berliner Philharmonikern meine Intendantin.“ Sie sei „von Anfang an unablässig bemüht“ gewesen, „mir alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, damit ich mich auf die eigentliche Arbeit konzentrieren konnte, und hat mit Energie, Ausdauer und steter Loyalität den Weg geebnet, der die gemeinsamen Erfolge der letzten Jahre erst ermöglicht hat“. Zietzschmann habe das Orchester und die Philharmonie durch die „herausfordernden Zeiten“ der Pandemie geführt, „genauso wie sie in den letzten Jahren stets souverän auf die so oft und schnell wechselnden politischen Verhältnisse reagiert“ habe.










