Baden-Württemberg handelt: Die grüne Umweltministerin Thekla Walker stellt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, um zu erforschen, ob und wie Ewigkeitschemikalien (PFAS) aus dem Boden gefiltert werden können. Die Erfolgschancen? Na ja.
Nahezu täglich ploppen Meldungen auf, die über neue Umweltskandale im Zusammenhang mit der Ewigkeitschemikalie PFAS berichten. Denn zahlreiche dieser über 10.000 Fluorverbindungen, die lange Zeit unter dem Radar der Umweltmediziner liefen, werden inzwischen als gesundheitsschädlich eingestuft. Bis vor wenigen Jahren galten sie noch als chemische Wundermittel, die beispielsweise zur Herstellung von Kältemitteln und Regenjacken genauso eingesetzt werden konnten, wie von Teflonpfannen und Arzneimitteln. Dank einer intensiven Lobbyarbeit der chemischen Industrie sind sie noch immer nicht verboten, obwohl dies Umweltschützer vehement einfordern. Schlimmer noch: Obwohl es mittlerweile für nahezu jede PFAS-Verbindung Ersatzstoffe gibt, wird weiterhin mit ihnen produziert – mit allen Gefahren für die menschliche Gesundheit. Und wenn sie erst einmal in die Umwelt gelangt sind, wird man die meisten von ihnen nicht mehr los. Aus diesem Grund hat das baden-württembergische Umweltministerium jetzt ein millionenschweres Forschungsprogramm gestartet. Mit höchst zweifelhaften Erfolgsaussichten.






