Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti hat Superstar Neymar in der K.-o.-Runde der Fußball-WM mehr Spielzeit in Aussicht gestellt. „In der letzten Woche war seine Entwicklung sehr gut“, sagte Ancelotti vor dem Sechzehntelfinale am Montag (19.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Houston gegen Japan. Neymar sei „in der Lage“, mehr als 15 Minuten wie bei seinem Comeback zuletzt gegen Schottland (3:0) zu spielen. Erst einmal sollen es vorne aber wieder Vinicius Júnior und Co. richten. „Ich bin sehr zuversichtlich, die Spieler wissen genau, wie sie sich auf so ein Spiel vorbereiten müssen“, sagte Ancelotti, der aber auch dem Gegner „großen Respekt“ zollte. Japan sei „eines der besten Teams der Welt“, so der Italiener.Das letzte Aufeinandertreffen hatte die Selecao im Oktober 2025 nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren. „Das war eine gute Erfahrung für uns, um zu sehen, wie stark Japan ist“, sagte Ancelotti rückblickend über das Testspiel. Brasilien müsse es am Montagmittag (Ortszeit) „wie ein Finale angehen. Denn das ist es.“Die „Blauen Samurai“ glauben derweil fest an eine Überraschung gegen den Rekordweltmeister. „Die WM beginnt jetzt. Wir wollen sie herausfordern und gewinnen“, sagte der japanische Coach Hajime Moriyasu. (sid)Paraguays Kapitän Gustavo Gómez hat für das WM-Sechzehntelfinale gegen Deutschland einen kampfbetonten Auftritt angekündigt. „In den drei Spielen – unabhängig von den Ergebnissen – haben wir gezeigt, dass wir gut kämpfen können“, sagte der 33-Jährige. „Das wird morgen nicht anders sein. Das ist unsere Identität.“Paraguay qualifizierte sich als einer der acht besten Gruppendritten für das Sechzehntelfinale gegen das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann an diesem Montag (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough bei Boston. Nach dem 1:4 zum Auftakt gegen Co-Gastgeber USA blieb die Mannschaft von Coach Gustavo Alfaro zweimal ohne Gegentreffer – beim 1:0-Sieg gegen die Türkei sogar trotz langer Unterzahl. Die Abwehr ist klar die Stärke der Südamerikaner.Dass die eher defensiv ausgerichtete Spielweise in der Heimat mitunter auch kritisiert wird, versteht Alfaro nicht. „Warum müssen wir gegen jeden Gegner gewinnen?“, fragte der 63-Jährige. „Wir müssen uns dessen bewusst sein, was wir hier haben.“Paraguay ist erstmals seit 2010 in Südafrika wieder bei einer WM-Endrunde dabei. Damals kam man bis ins Viertelfinale und schaffte damit das bisher beste Ergebnis. „Keiner hätte gedacht, dass Paraguay es zur WM schaffen würde“, sagte Alfaro nun mit Blick auf die Qualifikation für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada.Von Deutschland hält der Argentinier viel. „Gegen Deutschland zu spielen, ist natürlich eine große Herausforderung, aber wir werden alles auf dem Platz geben“, sagte Alfaro. „Wir spielen gegen einen schwierigen Gegner – einen, von dem ich glaube, dass er zu den Favoriten für die Weltmeisterschaft gehört.“ (dpa)Schwedens Topstürmer Viktor Gyökeres hat große Hoffnung auf eine Sensation gegen den Topfavoriten Frankreich. „Auch wenn wir der Außenseiter sind, glauben wir an uns“, sagte der 28-Jährige am Sonntag: „Wir können uns auch gegen die besten Mannschaften gut behaupten.“ Jeder müsse einfach sein „Bestes geben, unsere defensive Organisation muss nahezu perfekt sein, und dann müssen wir natürlich die Chancen nutzen, die sich uns bieten“.Schweden habe in diesem Turnier beispielsweise gegen Japan schon bewiesen, dass es sich in der Außenseiterrolle ganz wohl fühle. „Wir haben in vielen Spielen dieses Turniers gesehen, dass wir Spiele gewinnen können“, so Gyökeres. Es brauche am Dienstag (23.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in East Rutherford einfach den unbedingten Glauben an die Überraschung. Das direkte Duell mit seinem Arsenal-Vereinskollegen William Saliba in Frankreichs Innenverteidigung werde ihm dabei sicher „Spaß machen“.Man habe gegen Les Bleus jedenfalls „nichts zu verlieren. Genau das macht den Reiz aus“, betonte Mittelfeldspieler Yasin Ayari: „Sie erwarten zu gewinnen. Wir erwarten vielleicht etwas anderes.“ Nicht mal die meisten der eigenen Fans in der Heimat trauen ihrem Team den Achtelfinal-Einzug zu: „Wenn sie das glauben wollen, sollen sie es glauben“, so Ayari weiter: „Wir werden dieses Spiel so ernst wie möglich nehmen. Wir werden dann schon sehen.“ (sid)Mexiko ist vor dem ersten K.-o.-Spiel erhöht wachsam – über dem Camp des WM-Mitgastgebers wurde nun einem Bericht zufolge eine Drohne gesichtet. Der Sender TUDN veröffentlichte auf seiner Homepage ein entsprechendes Video, das das Flugobjekt in der unmittelbaren Nähe des Centro de Alto Rendimiento in Süden von Mexiko-Stadt zeigt.Dort bereitet sich die Mannschaft von Trainer Javier Aguirre auf die Partie des Sechzehntelfinals gegen Deutschland-Schreck Ecuador vor. Die Mexikaner zogen mit drei Siegen in drei Spielen ohne Gegentor in die erste K.-o.-Runde ein. Gespielt wird die Partie im legendären Aztekenstadion in der deutschen Nacht auf Mittwoch (03.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM und bei Magenta TV). (dpa)Erst entschuldigte sich der Staatspräsident bei seinen Landsleuten, dann trat der heftig kritisierte Nationaltrainer zurück: Das Vorrunden-Aus bei der Fußball-WM hat in Südkorea zu schnellen Konsequenzen geführt. Zunächst schrieb Staatsoberhaupt Lee Jae Myung auf X von einer „großen Enttäuschung, die durch dieses inakzeptable Ergebnis verursacht wurde. Wir werden zügig daran gehen, die Sportverwaltung zu reformieren, damit sich so etwas niemals wieder ereignet“.Wenig später warf Chefcoach Myung-bo Hong das Handtuch. „Ich entschuldige mich aufrichtig bei der koreanischen Öffentlichkeit, die unsere Mannschaft unterstützt hat. Heute trete ich von meinem Amt zurück“, erklärte der 57-Jährige auf einer Pressekonferenz am Sonntag im mexikanischen Zapopan, wo die Südkoreaner ihr Trainingslager bezogen hatten.Hong hatte vor allem wegen seines Verzichts auf Stürmerstar Heung-Min Son in der Startelf bei der unerwarteten 0:1-Pleite gegen Südafrika für Unmut gesorgt. Nach knapp zwei Jahren an der Seitenlinie Südkoreas endet nun seine Amtszeit. Lee hatte den Trainer und die sportliche Führung als Schuldige ausgemacht. „Wenn Loyalität und Fraktionismus höher bewertet werden als Kompetenz und inkompetente Personen in Führungspositionen berufen werden, ist das Ergebnis so gut wie vorprogrammiert“, schrieb er. (sid)Lionel Messi schießt alles kurz und klein, Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé verzaubern ganz Frankreich - und dennoch ist ein deutscher Super-Joker für die FIFA der bisher beste Angreifer der Fußball-WM in Amerika. Deniz Undav liegt im „Power Ranking“ des Weltverbandes nach dem Vorrunden-Abschluss mit 8,37 von zehn möglichen Punkten vor Messi (Argentinien/8,33) und Mbappé (8,12). Im neuen FIFA-Platzierungssystem, das auf Datenbasis objektiv die Leistungen bewerten soll, erhalten alle Feldspieler in den Kategorien Offensive, Kreativität und Defensive jeweils einen Wert zwischen 0 und 10 zugeordnet. Bei der Kreativität liegt der französische Bayern-Star Michael Olise (8,02) vorne, in der Defensive Kanadas Derek Cornelius (7,3). Der Algorithmus wurde unter der Leitung des langjährigen Arsenal-Teammanagers Arsène Wenger entwickelt. Undav (VfB Stuttgart) hat in der Gruppenphase drei Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet, gegen die Elfenbeinküste (2:1) war er der Matchwinner. Er benötigte pro Tor 30 Minuten Einsatzzeit, minimal weniger als Messi (33). Torschützenkönig der WM 2022 war Mbappé (8). (sid)Florian ErbeNach umstrittenen Äußerungen über Bosnien-Herzegowina während der Fußball-Weltmeisterschaft hat sich die US-TV-Reporterin Abigail Velez entschuldigt. Ihre Aussagen seien ein missglückter Versuch gewesen, „ein bisschen Spaß“ zu machen, schrieb die Journalistin des Lokalsenders ABC7 in Los Angeles in den sozialen Medien. Bosnien-Herzegowina ist der Gegner von Gastgeber USA im Sechzehntelfinale in der Nacht zu Donnerstag in Santa Clara.Velez hatte während einer Übertragung gesagt: „Eine Sache zu Bosnien: Ich könnte nicht einmal auf einer Karte zeigen, wo es liegt. Ich habe keine Ahnung von Bosnien und will es auch gar nicht wissen. Denn Team USA ist zurück und besser denn je. Macht euch bereit, Bosnien, denn ihr wollt es zwar nicht – aber ihr werdet es kriegen!“ Damit sei sie „zu weit gegangen“, erklärte die Journalistin im Nachgang. In den sozialen Medien wurde sie für ihre Ignoranz und Respektlosigkeit kritisiert.Velez selbst meinte, ihre Kommentare seien „unsensibel und unangemessen“ gewesen. „Ich entschuldige mich bei den Menschen in Bosnien und bei der bosnischen Fußballmannschaft. Bei der Weltmeisterschaft sollte es darum gehen, Menschen aus aller Welt zu vereinen – mein Kommentar spiegelte diesen Geist nicht wider“, schrieb Velez und wünschte allen im Turnier verbliebenen Mannschaften „das Allerbeste“ für den weiteren Verlauf. (dpa)Florian ErbeMit dem Glauben an die eigene Stärke geht Paraguays Kapitän Gustavo Gómez in das Sechzehntelfinale gegen Deutschland bei der Fußball-WM. „Wir sind zurückgekehrt, um zu konkurrieren, und wir werden bis zum Ende kämpfen. Wir haben Paraguay auf die Weltbühne gebracht!“, schrieb der 33-Jährige auf Instagram. „Es ist noch nicht vorbei.“Paraguay ist erstmals seit 2010 wieder bei einer WM-Endrunde dabei und qualifizierte sich als einer der acht besten Gruppen-Dritten für die K.-o.-Runde. In der treffen die Südamerikaner am Montag (22.30 Uhr, im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei Magenta TV) in Boston auf die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann.„Wenn wir zurückblicken, wissen nur wir die Schwierigkeiten, die wir auf dem Weg überwunden haben. Es waren harte Jahre, aber heute sind wir hier und kämpfen mit unserer Seele, um den Namen unseres Heimatlandes an der Spitze zu lassen“, meinte Abwehrspieler Gómez pathetisch. Wenn ein Paraguayer glaube, sei nichts unmöglich. „ZUSAMMEN SIND WIR STÄRKER!“, endete sein Post.Bislang traf Paraguay nur einmal bei einer WM auf ein DFB-Team. Im Achtelfinale 2002 in Südkorea gewann Deutschland mit 1:0. (dpa)Gustavo Gomez auf Instagram: "Si miramos atrás, solo nosotros sabemos las dificultades que superamos a lo largo del camino. Fueron años duros, pero hoy estamos acá, peleando con el alma para dejar en lo más alto el nombre de nuestra patria. Volvimos para competir y vamos a pelear hasta el final. ¡Pusimos a Paraguay de pie ante los ojos del mundo! Esto no termina acá. Para seguir elevando el nivel de nuestro fútbol en todos los sentidos, necesitamos de todos. Porque cuando un paraguayo cree, nada es imposible. ¡JUNTOS SOMOS MÁS FUERTES! 💪🇵🇾 @albirroja ❤️"86K likes, 22 comments - gustavogomez462 am June 26, 2026: "Si miramos atrás, solo nosotros sabemos las dificultades que superamos a lo largo del camino. Fueron años duros, pero hoy estamos acá, peleando con el alma para dejar en lo más alto el nombre de nuestra patria. Volvimos para competir y vamos a pelear hasta el final. ¡Pusimos a Paraguay de pie ante los ojos del mundo! Esto no termina acá. Para seguir elevando el nivel de nuestro fútbol en todos los sentidos, necesitamos de todos. Porque cuando un paraguayo cree, nada es imposible. ¡JUNTOS SOMOS MÁS FUERTES! 💪🇵🇾 @albirroja ❤️".instagram.comExterner InhaltBeim Anzeigen externer Inhalte werden Daten an Dritte übertragen.Österreichs Fußball-Nationalspieler Marko Arnautovic hätte nach Ansicht des früheren Schiedsrichters Patrick Ittrich weit vor seinem Treffer gegen Algerien vom Platz gestellt werden können. „Die Aktion ist ein Schlag. Für mich ist das eine Rote Karte“, sagte TV-Experte Ittrich bei MagentaTV. Der Stürmer hatte in der Anfangsphase seinen Gegenspieler Aissa Mandi mit dem Ellenbogen am Hals getroffen (11.).Der Algerier musste behandelt werden, Arnautovic sah die Gelbe Karte. Für Ittrich stellte sich die Frage, warum sich der Videoassistent nicht zu Wort meldete. „Wahrscheinlich haben ein paar Prozentpunkte gefehlt“, mutmaßte der frühere Bundesliga-Spielleiter.Der VAR bei der Weltmeisterschaft hat laut Ittrich Einsicht in Kameraperspektiven, die den Fans und Fernsehstudios vorenthalten werden. „Wir kriegen nur zwei Kameraeinstellungen immer zu sehen, die die FIFA uns ausspielt“, sagte Ittrich und erklärte, dass das in der Bundesliga anders sei, da gebe es „drei, vier, fünf Kameraeinstellungen. Deswegen hat der Videoassistent noch mehr und vielleicht auch auf der Grundlage gesagt, das reicht mir nicht.“Arnautovic durfte weiterspielen und erzielte nach einer knappen halben Stunde die Führung. Österreich verhinderte durch den Last-Minute-Ausgleich von Sasa Kalajdzic das Ausscheiden und trifft nun auf Spanien. Algerien kam ebenfalls weiter und bekommt es im Sechzehntelfinale mit der Schweiz zu tun. (dpa)Florian ErbeDie Wortwahl war eine andere, aber „narrisch“ ging es auch dieses Mal zu: Der späte Ausgleich Österreichs im WM-Spiel gegen Algerien hat am frühen Sonntagmorgen auch die TV-Kommentatoren im ORF mitgerissen. „Bist. Du. Deppert“, schrie Daniel Warmuth in sein Mikrofon, mit ausgebreiteten Armen stand er auf der Tribüne des Stadions in Kansas City: „Ich habe so etwas noch nicht erlebt! Aus! Ich kann nicht mehr!“Der frühere Stuttgarter Sasa Kalajdzic hatte Österreich mit seinem Tor zum 3:3-Endstand in der sechsten Minute der Nachspielzeit vor dem WM-Aus bewahrt, nur drei Minuten nach dem vermeintlich entscheidenden Führungstreffer der Algerier – und Erinnerungen wurden wach an Edi Fingers legendäre Radioreportage vom 3:2-Sieg Österreichs gegen Deutschland bei der WM 1978. Der Ausruf „I wer' narrisch“ wurde zu einem Stück Sportgeschichte.48 Jahre später rief Warmuth nun mit sich überschlagender Stimme mehrfach den Namen des Torschützen, „mich beutelt es komplett durch“, sagte er etwas später und dachte dann an die Menschen in der Heimat, für die es früher Sonntagmorgen war: „In Österreich sind sicher ein paar Kaffeehäferl vom Tisch geflogen.“So weit wie Edi Finger wird es Warmuth in den Geschichtsbüchern womöglich nicht bringen, der damalige Sieg über den Weltmeister Deutschland war vor allem ein emotionaler Höhepunkt in Österreichs Sporthistorie. Damals allerdings schied Österreich dennoch aus, das Unentschieden in Kansas City hatte nun sportlich größere Auswirkungen: Als Gruppenzweiter schaffte es Österreich in die K.o.-Phase der WM, erstmals seit 44 Jahren. Im Sechzehntelfinale geht es am 2. Juli nun gegen Europameister Spanien. (sid)Mehr ladenTickarooLive Blog Software