Die Atommacht Pakistan hat erneut Ziele im Nachbarland Afghanistan angegriffen. Die Regierung in Islamabad sprach von Luftangriffen auf Ziele im Osten Afghanistans: Bei diesen »Präzisionsangriffen« seien drei Ziele in den Provinzen Paktia, Paktika und Kunar zerstört worden, erklärte Informationsminister Attaullah Tarar. 25 Kämpfer seien getötet worden, Tarar bezeichnete sie als »Terroristen«. Zudem seien große Mengen an Waffen und Munition zerstört worden.
Der Minister erklärte auch, dass es entlang der pakistanisch-afghanischen Grenze einen Bodeneinsatz gegeben habe. Er habe sich gegen die militante Gruppe Jamaat-ul-Ahrar gerichtet, die häufig mit den pakistanischen Taliban, der Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), in Verbindung gebracht wird. Die Angriffe waren laut Tarar eine Reaktion auf einen Anschlag vom Samstag, bei dem in der Stadt Karatschi drei Paramilitärs getötet worden seien, sowie auf Gewalt in den Grenzregionen.
Die Nachbarländer teilen sich eine rund 2400 Kilometer lange Grenze, die 1893 zwischen dem damaligen Britisch-Indien und dem Emirat Afghanistan entstand. Der Verlauf der als »Durand-Linie« bekannten faktischen Grenze ist zwischen den Ländern umstritten.Seit vergangenem Herbst kommt es immer wieder zu gegenseitigen Angriffen der beiden Nachbarländer. Islamabad wirft Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Angriffe verüben. Kabul bestreitet das. Vorübergehend herrschte in dem Konflikt eine Waffenruhe. Seit Ende Februar spricht Pakistan von einem »offenen Krieg« (mehr dazu, wie die einstigen Verbündeten zu Feinden wurden, erfahren Sie hier ).











