Es gibt Clowns und es gibt Clowns. Die einen machen sich dazu, die anderen werden dazu gemacht, man lacht mit ihnen oder über sie. So ist das im Leben und erst recht in der britischen Politik. Boris Johnson etwa hat sich und seine Frisur nie zu ernst genommen, humorlos war der Tory eigentlich nur, wenn er gegen kleine Kinder Rugby spielte. Der Chef der Liberalen, Ed Davey, ist mal mit dem Jetski zum Parteitag gefahren. Andere wurden unfreiwillig zur Lachnummer, der Labour-Politiker Ed Miliband wurde einmal dabei fotografiert, wie er recht unelegant ein Sandwich aß. Danach schrieb die gnadenlose britische Presse, wer an so etwas scheitere, kriege auch sonst nichts auf die Reihe. Die ins Amt der Premierministerin gestolperte Liz Truss traf es am härtesten: Der Daily Star übertrug auf seiner Homepage einen Livestream, die Kamera hielt auf einen Salatkopf. Dabei ging es um die Frage, wer länger durchhalten würde – Truss oder das Gemüse. Als Truss an Tag 45 zurücktrat, sah der Salat noch ziemlich frisch aus.
Britische Politik: Spaßkandidaten und Count Binface in London
In Großbritannien treten bei Wahlen oft ungewöhnliche Kandidaten wie Count Binface auf. Bei der Nachwahl in Makerfield erreichte er trotz kleiner Stimmenzahl Aufmerksamkeit. Er verbindet Satire mit politischen Forderungen und zeigt die Besonderheiten des britischen Wahlsystems.











