PfadnavigationHomeRegionalesBayernBayern schwitzt weiter - Unwetter drohenStand: 13:10 UhrLesedauer: 3 MinutenDie Hitzewelle rollte in Bayern weiter. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpaNächte ohne Abkühlung, Straßenbahnen außer Betrieb, warme Flüsse - die Hitzewelle hat Bayern fest im Griff. Was bringen die kommenden Tage?Die Hitzewelle legt in Bayern noch keine Pause ein. Es könnte zwar kräftige Gewitter mit starken Regen, Hagel und Sturmböen geben. Diese würden aber nur punktuell Abkühlung bringen, sagte Martin Schwienbacher vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Gleichzeitig werde die Temperatur wegen der hohen Luftfeuchtigkeit weiterhin als hoch empfunden.Mit Höchstwerten von 36 bis 41 Grad in Nordbayern und 32 bis 39 Grad in Südbayern sollte es laut DWD auch am Sonntag wieder brüllend heiß werden. Bereits in den Vortagen hatten die Menschen unter der ungewöhnlichen Hitze geächzt. In Kitzingen in Unterfranken wurde an zwei Tagen hintereinander der vorläufige Rekordwert von 40,8 Grad gemessen. Gewitter soll es am Sonntag laut Schwienbacher vor allem in den Alpen und den Mittelgebirgen geben. Teilweise besteht Unwettergefahr.Selbst nachts tropisch warmFür weite Teile Bayerns gebe es weiterhin eine Warnung von starker Wärmebelastung, sagte Schwienbacher. Selbst die Nacht brachte keine Erfrischung: An vielen Orten blieben die Temperaturen tropisch. So sank an der Messstation Sandberg in der Rhön ihm zufolge die vorläufige Temperatur in der Nacht nicht unter 25,3 Grad - ein Allzeitrekord an der Station seit 1965. Auch in München war es nach vorläufigen Messungen in der Nacht nicht kühler als 23,4 Grad.Die Hitze hat inzwischen auch Folgen für die Straßenbahn in Nürnberg: Am Sonntag stellten die Nürnberger Verkehrsbetriebe VAG für den gesamten Tag den Straßenbahnbetrieb ein. Der Grund: Wegen der Hitze war der Straßenbelag der VAG zufolge an einigen Stellen so weich geworden, dass die Straßenbahnen nicht mehr sicher fahren konnten. Fahrgäste mussten auf Ersatzbusse umsteigen.Mehrere WaldbrändeNeben der starken Wärmebelastung besteht in Bayern weiterhin eine hohe, an manchen Orten sogar sehr hohe Waldbrandgefahr wegen der anhaltenden Trockenheit. So brannte nach Angaben der Polizei am Samstag im Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz ein Wald auf 8.000 Quadratmetern in Pfreimd sowie ein Wald bei Stulln auf 7.000 Quadratmetern. Am Sonntag brach im Manteler Forst (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) auf 25.000 Quadratmetern ein Feuer aus.Auch die Flüsse sind zurzeit ungewöhnlich warm. Der Main erreichte nach Angaben des Landesamtes für Umwelt zeitweise die 30-Grad-Marke. Die Donau erwärmte sich bis auf etwa 29 Grad. Wenn das Flusswasser zu heiß ist, kann dies negative Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen haben.Neue Woche bringt AbkühlungZum Wochenstart macht die Sonne eine Pause. Der Montag beginnt dem DWD zufolge mit starker Bewölkung, viel Regen und örtlich auch kräftigen Gewittern. Es bleibt sommerlich warm, aber im Vergleich zum Wochenende deutlich kühler. Die Höchstwerte liegen demnach in Südbayern zwischen 26 und 32 Grad, in Nordbayern bei 26 bis 31 Grad.Am Dienstag kann es nach der Vorhersage ab mittags wieder Schauer und Gewitter geben. Es wird schwülwarm bei maximal 25 bis 31 Grad. Erst am Mittwoch könnte es laut Schwienbacher flächendeckend Regen in Bayern geben - und vermutlich dann endlich richtige Abkühlung.dpa-infocom GmbH
Bayern schwitzt weiter - Unwetter drohen - WELT
Nächte ohne Abkühlung, Straßenbahnen außer Betrieb, warme Flüsse - die Hitzewelle hat Bayern fest im Griff. Was bringen die kommenden Tage?
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