PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-KriegPolens Geheimdienst warnt vor russischen Übergriffen an Nato-OstflankeStand: 13:27 UhrLesedauer: 2 MinutenNach den heftigen ukrainischen Drohnenangriffen ist auf der Krim der Ausnahmezustand verhängt worden. In Russland gehe nun die Angst vor einer Beschädigung der Kertsch-Brücke um, berichtet Korrespondent Christoph Wanner: „Das ist ein Prestigeobjekt von Putin.“Polen befürchtet neue Provokationen Russlands an der Nato‑Ostflanke. Man halte begrenzte Aktionen mit „grünen Männchen“ für möglich und sehe Moskau auf Eskalationskurs, warnt der Chef des Auslandsgeheimdienstes.Die polnische Führung sieht ein wachsendes Risiko russischer Provokationen an der Nato-Ostflanke. „Wir sehen die Ereignisse in der Ukraine und dass der Krieg für Russland derzeit nicht gut läuft. Das ist ein Grund zur Besorgnis, dass Moskau die Situation weiter eskalieren könnte“, sagte der Chef des polnischen Auslandsgeheimdienstes, Oberst Pawel Szota, der Zeitung „Rzeczpospolita“.Seiner Einschätzung nach könnte ein begrenzter Angriff auf die baltischen Staaten so aussehen, dass dort „grüne Männchen“ auftauchen. Mit diesem Begriff wurden die russischen Soldaten ohne Hoheitsabzeichen bezeichnet, die 2014 die ukrainische Halbinsel Krim unter Kontrolle brachten.Lesen Sie auch„Russland überschreitet systematisch rote Linien, um die Reaktion der Nato zu testen“, sagte Szota. „Die Kosten solcher Provokationen sind gering, aber das Bündnis reagiert vor allem politisch, was zu weiterer Eskalation einlädt.“Ähnlich hatte der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski vergangene Woche vor möglichen Aktionen der Russen unter falscher Flagge gewarnt. „Wir müssen Putin kommunizieren, dass wir wissen, was er im Schilde führt, und dass wir nicht darauf hereinfallen, dass dies völlig unannehmbar ist und wir jeden Zoll von Nato-Gebiet verteidigen würden“, sagte er dem US-Sender CBS.Kremlchef Wladimir Putin und andere Mitglieder der Moskauer Führung haben mehrfach erklärt, dass Russland nicht Nato-Gebiet angreifen werde. Militär und Geheimdienste mehrerer Nato-Staaten sehen die Lage aber ähnlich wie die Polen, wobei die Einschätzungen zu Zeitraum und Ausmaß möglicher Angriffe auseinandergehen.Ukraine greift russische Raffinerien anUnterdessen hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sein Militär in der Nacht gleich zwei russische Raffinerien mit Drohnen angegriffen. Er bestätigte dabei den zuvor schon von russischen Behörden eingeräumten Einschlag in einer Anlage im südrussischen Slawjansk-na-Kubani. „Außerdem haben wir eine Raffinerie in der Region Jaroslawl getroffen, die etwa 700 Kilometer von unserer Grenze entfernt liegt“, schrieb er bei Telegram. Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben nicht.Lesen Sie auchSelenskyj kündigte weitere Schläge gegen strategische Objekte in Russland an. „Jede unserer Langstrecken-Sanktionen verringert die Ressourcen, die für die russische Kriegsmaschinerie arbeiten und ist ein Schritt zum Frieden“, schrieb er.dpa/nw
Ukraine-Krieg: Polens Geheimdienst warnt vor russischen Übergriffen an Nato-Ostflanke - WELT
Polen befürchtet neue Provokationen Russlands an der Nato‑Ostflanke. Man halte begrenzte Aktionen mit „grünen Männchen“ für möglich und sehe Moskau auf Eskalationskurs, warnt der Chef des Auslandsgeheimdienstes.
Warnung vor russischen Provokationen mit „grünen Männchen" an NATO-Grenze; Moskau testet systematisch die Bündnis-Reaktion auf Eskalation. Signal für IT-Führungskräfte: erhöhte Cybersecurity-Risiken in Osteuropa und notwendige Verstärkung kritischer Infrastruktur-Resilienz gegen Hybrid-Bedrohungen.






