Stand: 28.06.2026 • 08:36 Uhr
Beleidigungen, rassistische Gesten, sogar Gewalt: Bei dem Politik-Planspiel "Jugend und Parlament" gab es in diesem Jahr viele Vorwürfe. Was berichten Teilnehmende? Und wie geht der Bundestag damit um?
Von Theo Steinbach, ARD-Hauptstadtstudio
Eigentlich waren nur fiktive Auseinandersetzungen geplant. Bei "Jugend und Parlament" schlüpften vor drei Wochen gut 270 junge Menschen aus ganz Deutschland in die Rolle von Spitzenpolitikerinnen und -politikern. Vom 6. bis 9. Juni bildeten sie im Bundestag ausgedachte Fraktionen, berieten in Ausschüssen und beschlossen Gesetze.
Die 17- bis 20-Jährigen wurden von Abgeordneten aller Fraktionen eingeladen, hatten also unterschiedliche politische Haltungen. Viele von ihnen sind bereits in Jugendorganisationen von Parteien aktiv. In dem Planspiel sollten sie ihre persönlichen Einstellungen ausblenden, ihnen wurden politische Positionen zugelost. Soweit die Idee - die dieses Mal offenbar nicht komplett aufging.






