PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolineSport (DPA)Spektakuläres Remis: Österreich und Algerien sind weiterStand: 06:05 UhrLesedauer: 3 MinutenJubel bei Österreich: Marko Arnautovic brachte sein Team in Führung.Quelle: Charlie Riedel/AP/dpaViele hatten einen Langweiler erwartet. Doch beim Spiel Algerien gegen Österreich kommt alles anders.Spektakel statt Langweiler: Mit dem vor dem Spiel von vielen erwarteten Unentschieden haben sich Österreich und Algerien ihren Platz im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gesichert. In einer am Ende aber unerwartet dramatischen Partie in Kansas City trennten sich beide Teams 3:3 (1:1) und zogen damit in die K.o.-Runde ein.Dort bekommt es Österreich nun mit Titelkandidat Spanien zu tun, Algerien hat mit der Schweiz den wohl leichteren Gegner erwischt. Und das, obwohl die Nordafrikaner die Vorrunde hinter Argentinien und Österreich nur auf Platz drei abschlossen.Vor 69.045 Zuschauern trafen Marko Arnautovic (28. Minute), Marcel Sabitzer (55.) und Sasa Kalajdzic (90.+6) für Österreich. Rafik Belghali (45.) und Riyad Mahrez (60./90.+3) erzielten die Tore für Algerien.Brisante AusgangslageVor dem letzten Vorrundenspiel dieser WM war viel über die Ausgangslage spekuliert worden. Da nach dem Sieg der Demokratischen Republik Kongo in der Partie zuvor beiden Teams ein Remis zum Weiterkommen reichte, hatte es viele Diskussionen gegeben, ob es eventuell Absprachen zwischen beiden Mannschaften geben könnte.Österreichs Trainer Ralf Rangnick hatte das vor der Partie vehement zurückgewiesen. «Du kannst nicht in ein Spiel gehen und sagen, du spielst auf Unentschieden. Wie das in den letzten fünf Minuten sein wird, das wird man sehen. Aber wir werden das Team sicher nicht ins Rennen schicken, um Remis zu spielen.»Vor allem in Algerien war viel von der «Schande von Gijón» die Rede. Bei der WM 1982 hatten sich Deutschland und Österreich nach der frühen deutschen Führung quasi auf eine Verwaltung des Ergebnisses geeinigt. Leidtragende waren damals die Algerier, die durch das deutsche 1:0 ausschieden.Beide Teams spielen nach vorne44 Jahre später konnte von einer «Schande von Kansas» nicht die Rede sein. Beide Mannschaften agierten von Beginn an mit viel Intensität. Vor allem die Algerier starteten energisch.Doch mit der ersten guten Chance des Spiels ging Österreich in Führung. Nach einem langen Ball von David Alaba war Arnautovic plötzlich durch und stocherte den Ball an Algeriens Keeper Oussama Benbout vorbei ins Tor. Benbout hatte den Vorzug vor Luca Zidane bekommen. Der Sohn von Frankreichs Ex-Star Zinédine Zidane hatte bislang bei der WM nicht überzeugt.Nun waren die Algerier gefordert, eine Niederlage hätte schließlich das Aus bedeutet. Und in der Tat drängten die Nordafrikaner auf den Ausgleich. Zunächst traf Farès Chaibi nur den Pfosten (40.), dann scheiterte Ibrahim Maza an Österreichs Torwart Alexander Schlager (44.). Kurz darauf war es dann aber so weit. Nachdem der Ball von der Eckfahne zurück ins Feld geprallt war, kam Belghali in Position und schloss nach feinem Solo wuchtig ab.Munteres Spiel auch nach der PauseNun stand Österreich wieder unter Druck. Ein weiteres Gegentor und das Team Austria hätte die Heimreise antreten müssen. Rangnick reagierte in der Pause mit einem Dreifachwechsel. Unter anderem kam der Augsburger Michael Gregoritsch für den angeschlagenen Arnautovic.Und die Österreicher kamen gut aus der Kabine und gingen schnell wieder in Führung. Nach einem wunderschönen Zuspiel von Konrad Laimer, dessen Vertragsverlängerung bei Bayern München kurz bevorsteht, war der Dortmunder Sabitzer zur Stelle.Jetzt war es wieder Algerien, das gefordert war - und das erneut lieferte. Mahrez traf zum erneuten Ausgleich und versetzte die vielen algerischen Fans im Kansas City Stadium in Ekstase. In der Schlussphase deutete eigentlich alles auf ein 2:2 hin, dann überschlugen sich die Ereignisse. Erst traf Algerien, doch Österreich konterte den Schock.dpa-infocom GmbH