PfadnavigationHomePolitikAuslandErdbeben in VenezuelaZahl der Toten steigt auf über 1400 – Baby nach 32 Stunden lebend aus Trümmern gerettetStand: 19:58 UhrLesedauer: 3 MinutenRettungskräfte durchsuchen drei Tage nach den Erdbeben in La Guaira die TrümmerQuelle: Matias Delacroix/AP/dpaNach den verheerenden Erdbeben in Venezuela ist die Opferzahl auf mehr als 1400 gestiegen. Dank internationaler Rettungsteams hat sich die Suche nach Überlebenden im Schutt beschleunigt. Ein Baby konnte lebend aus den Trümmern gerettet werden.Die Zahl der Toten nach der Erdbebenkatastrophe in Venezuela ist auf 1430 gestiegen. Mehr als 3200 Menschen seien verletzt worden, teilte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mit.Nach den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch habe es 430 Nachbeben gegeben. Mehr als 70.000 Familien seien nach der Katastrophe von den Behörden mit Hilfe unterstützt worden.Am dritten Tag nach den verheerenden Erdbeben ist der Verbleib von Zehntausenden Menschen in Venezuela weiterhin unklar. Besonders im Bundesstaat La Guaira, aber auch in der Hauptstadt Caracas, hatten die Beben erhebliche Zerstörung verursacht. Teils wurden ganze Straßenzüge von Hochhäusern dem Erdboden gleichgemacht.Viele freiwillige und professionelle HelferDie Suche in Schutt und Trümmern wird unermüdlich unter schwierigen Bedingungen fortgesetzt. Beschleunigt wird sie durch den Einsatz internationaler Rettungsteams. Nach Erkundungsarbeiten schlossen mexikanische Rettungskräfte in einem eingestürzten Gebäude im Stadtbezirk Chacao der Hauptstadt Caracas die Möglichkeit aus, dort noch lebende Menschen zu finden.Lesen Sie auch„Sie halten es aufgrund des Gewichts der Konstruktion für sehr unwahrscheinlich, dass sich dort noch Überlebende befinden“, sagte der Bürgermeister von Chacao, Gustavo Duque, in einem Video vor dem Wohngebäude Petunia. Das dort eingesetzte Rettungsteam habe nach einer ersten Inspektion festgestellt, dass die Betonplatten vollständig zusammengedrückt seien.Chacao schon 1967 schwer von einem Erdbeben getroffenDer Bezirk Chacao im Osten der Hauptstadt gehört zu den am stärksten betroffenen Gebieten. In den modernen Vierteln Los Palos Grandes und Altamira sind mehrere Gebäude eingestürzt – ähnlich wie beim Erdbeben der Stärke 6,3 im Jahr 1967, bei dem rund 250 Menschen ums Leben kamen. Die umliegenden Straßen werden seit den Erdbeben am Mittwoch von Polizei und Soldaten abgesperrt, um verzweifelte Angehörige, die nach Nachrichten über Vermisste suchen, am Betreten der Unglücksstelle zu hindern.Lesen Sie auchSilvia D'Avino weinte vor den schweren Baumaschinen der Rettungsteams. Ihre Schwester und deren Sohn lebten in einem der eingestürzten Wohnkomplexe. „Kaum hatte ich erfahren, was vorgefallen war, bin ich hergekommen und musste feststellen, dass das Gebäude in Trümmern lag“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.Lesen Sie auchAm Freitag besuchte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez Chacao. Medienberichten zufolge wurde sie dabei ausgebuht. Eine Frau warf ihr vor, die Tragödie für politische Zwecke zu instrumentalisieren, wie in einem Video zu sehen war, das unter anderem die Zeitung „El Nacional“ veröffentlichte.Ein Baby konnte unterdessen lebend aus den Trümmern gerettet werden. Auf einem Video aus der besonders schlimm betroffenen Küstenstadt La Guaira ist zu sehen, wie Rettungskräfte den Säugling am Freitagabend bei Scheinwerferlicht und unter dem Applaus ihrer Kollegen aus einem Trümmerberg befreiten. Die Einsatzkräfte bildeten eine Menschenkette, um das in eine Decke gewickelte Baby von dem Schutthaufen herunterzureichen. Sie machten es dann vorsichtig mit Feuchttüchern sauber.Lesen Sie auchNach Angaben des Internetnutzers, der das Video in den Onlinenetzwerken veröffentlichte, hatte das erst 18 Tage alte Baby 32 Stunden unter den Trümmern festgesteckt und war bei seiner Rettung unverletzt. Die Mutter des Säuglings wurde eine Stunde später gerettet.La Guaira wurde besonders schwer zerstört. Wie die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez in der Nacht zum Samstag ankündigte, werden 14.000 Soldaten und Polizisten in den gleichnamigen Bundesstaat entsandt, um dort für Sicherheit zu sorgen.dpa/AFP/doli
Erdbeben in Venezuela: Zahl der Toten steigt auf über 1400 – Baby nach 32 Stunden lebend aus Trümmern gerettet - WELT
Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela ist die Opferzahl auf mehr als 1400 gestiegen. Dank internationaler Rettungsteams hat sich die Suche nach Überlebenden im Schutt beschleunigt. Ein Baby konnte lebend aus den Trümmern gerettet werden.











