PfadnavigationHomePolitikAuslandRussischer AngriffskriegUkrainischer Kampfjet abgestürzt – Fünf Tote, Dutzende Verletzte bei LuftangriffenVeröffentlicht am 27.06.2026Lesedauer: 4 MinutenNach den heftigen ukrainischen Drohnenangriffen ist auf der Krim der Ausnahmezustand verhängt worden. In Russland gehe nun die Angst vor einer Beschädigung der Kertsch-Brücke um, berichtet Korrespondent Christoph Wanner: „Das ist ein Prestigeobjekt von Putin.“Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine fordert erneut Todesopfer auf beiden Seiten. Bei den jüngsten Luftangriffen werden mindestens fünf Menschen getötet. Ein ukrainischer Kampfjet stürzt ab.In der zentralukrainischen Region Poltawa ist offiziellen Angaben nach ein Kampfjet des Typs MiG-29 abgestürzt. Der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können und werde medizinisch versorgt, teilte die ukrainische Luftwaffe mit.Der Vorfall ereignete sich demnach in der Nacht zu Samstag während eines Kampfeinsatzes. Die genaue Ursache des Absturzes ist unklar. Zu der Zeit hat Russland die Ukraine erneut mit mehr als 100 Drohnen attackiert. Die Ukraine setzte Kampfflugzeuge zum Abschuss der unbemannten Flugobjekte ein. Die Ukraine griff ihrerseits nach Angaben ihres Inlandsgeheimdienstes SBU eine Ölpumpanlage in Russland an, die Moskau mit Treibstoff versorgt. Die Anlage in der Region Wladimir war im Juni schon einmal Ziel eines ukrainischen Angriffs geworden. Den neuerlichen Angriff meldete der SBU am Samstagmorgen. Lesen Sie auchBei neuen gegenseitigen Luftangriffen wurden nach Angaben beider Seiten mindestens fünf Menschen getötet und Dutzende Menschen verletzt. Die ukrainischen Behörden meldeten am Samstag zwei Tote durch russische Angriffe. Bei ukrainischen Angriffen auf Ziele in Russland und den russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Donezk gab es nach Behördenangaben drei Tote.In der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurde in der Nacht zum Samstag bei russischen Luftangriffen ein Mensch getötet, zwei andere wurden verletzt, wie der Leiter der dortigen Militärverwaltung, Oleksandr Hanja, im Onlinedienst Telegram mitteilte. „Der Feind hat zwei Distrikte der Region mehr als 30 Mal mit Drohnen und Fliegerbomben angegriffen“, erklärte er.Lesen Sie auchIn der nordukrainischen Region Sumy an der Grenze zu Russland wurde ein Mann bei einem Drohnenangriff auf ein Haus getötet, wie der dortige Militärgouverneur Oleh Grigorow erklärte. Bei Angriffen auf ein anderes Gebiet in der Grenzregion gab es nach Angaben des ukrainischen Rettungsdienstes 13 Verletzte, darunter zwei Kinder.Angriffe auf SaporischschjaBei russischen Angriffen auf die südostukrainische Stadt Saporischschja wurden nach Angaben des Rettungsdienstes neun Menschen verletzt, darunter ebenfalls zwei Kinder. Ein Hochhaus sei durch die Angriffe „teilweise zerstört“ worden. Der Rettungsdienst barg zwei Überlebende aus den Trümmern. Fotos auf Telegram zeigten einen Wohnblock mit zerstörtem Dach und zerborstenen Fenstern. Das Treppenhaus und eine Wohnung waren ebenfalls stark beschädigt.Lesen Sie auchIn der Nacht zu Sonntag wurde die Hauptstadt Kiew erneut angegriffen. Laut einem Bericht des „Kyiv Independent“ waren mehrere Explosionen zu hören. Nach Angaben von Militärverwaltungschef Timur Tkatschenko wurden mindestens zwei Personen verletzt. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor bei Telegram Gefahr durch ballistische Waffen aus dem Norden gemeldet.Bei einem ukrainischen Angriff auf Horliwka im von Russland kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk wurde eine Frau getötet, wie der von Moskau eingesetzte Bürgermeister Iwan Prikhodko auf Telegram erklärte.Lesen Sie auchIn der südrussischen Region Rostow trafen Drohnen ein Militärmuseum, wie Gouverneur Juri Sljusar mitteilte. Dabei seien elf Menschen verletzt worden. In der Grenzregion Belgorod wurde ein Zivilist bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine „Produktionsanlage“ getötet, wie die örtlichen Behörden im staatlichen Onlinedienst Max mitteilten.In der südrussischen Region Wolgograd teilten die Behörden mit, dass bei einem ukrainischen Angriff ein Mensch getötet und zehn weitere verletzt worden seien. Bei dem Angriff seien Industrieanlagen beschädigt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in Online-Netzwerken, FP-5-Flamingo-Marschflugkörper hätten erfolgreich den „Titan-Barrikady-Komplex“ in Wolgograd getroffen. Dabei handele es sich um ein Rüstungsunternehmen.Insgesamt seien über Russland im Tagesverlauf in verschiedenen Landesteilen 124 ukrainische Drohnen abgeschossen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Das Ministerium machte keine Angaben zu möglichen Schäden durch die Drohnenangriffe.Mindestens 23 ukrainische Drohnen seien im Anflug auf Moskau abgeschossen worden. Das teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. „Experten untersuchen gerade die Trümmer“, wurde er zitiert. Das Ziel der Drohnen wurde nicht genannt. Auch in der Nacht zu Sonntag gab es Angriffe auf Russland. In der Region Krasnodar geriet nach Angaben der örtlichen Behörden die Raffinerie Slawjansk-na-Kubani nach dem Absturz von Trümmern einer ukrainischen Drohne in Brand. Die Raffinerie gehört zu den größten im Süden Russlands und ist Teil des Konzerns Slawjansk EKO.In derselben Region wurde nach Behördenangaben ein Mensch in der Ortschaft Trudobelikowski Chutor durch ukrainische Drohnen verletzt. Trümmerteile beschädigten demnach vier Privathäuser.AP/dpa/krö/luwi