Liebe Leserin, lieber Leser, extreme Hitze so wie in diesen Tagen tritt immer häufiger auf. Ist Sport unter diesen Bedingungen noch möglich? Und wenn ja, wie? „Hitze entwickelt sich zunehmend zu einem leistungs- und gesundheitsbestimmenden Faktor im Spitzensport“, sagt Hans-Georg Predel, Sportmediziner und Hochschullehrer an der Deutschen Sporthochschule Köln, und verweist dabei auf die vergangenen French Open.Die Bilder des tschechischen Tennisprofis Jakub Menšík gingen um die Welt. Nach seinem Sieg über den Argentinier Mariano Navone sank er völlig entkräftet zu Boden und musste von seinem Team mit Eis gekühlt werden. „Lange Zeit standen vor allem muskuläre und kardiovaskuläre Belastungen im Fokus. Heute müssen wir zusätzlich die Auswirkungen des Klimas auf die Leistungsfähigkeit berücksichtigen“, sagt Predel. Aber es gibt noch viel mehr zu beachten; Alexander Davydov hat recherchiert. Man kann zum Beispiel auch zu viel Wasser trinken.Möglicherweise sind klagende Eltern auch ein wenig schuld daran, dass die Geburtenrate zuletzt stark gesunken ist. Aber ist das Leben mit Kindern wirklich so anstrengend? Meine Kollegin Johanna Dürrholz, selbst inzwischen Mutter, hat sich mit dieser Frage auseinandergesetzt: „Zunächst sei gesagt: Vieles daran stimmt. Manchmal fühlt es sich an, als raubten Kinder einem die Lebensgeister, vor allem in Phasen schlechter Nächte. Und die gibt es immer mal wieder, gerade in den ersten Monaten und Jahren. Auf das Stillen folgt das Zahnen, auf das Zahnen das Abstillen, aufs Abstillen die Albträume. Und trotzdem: Für mich war eine der größten Überraschungen in der Elternzeit, wie – sorry! – einfach ich alles fand. Wie entspannt-entschleunigt. Und wie wunderwunderschön“, schreibt Dürrholz.Und weiter: Wir prangern Ungerechtigkeiten an und arbeiten jahrelang versäumte Diskurse über Elternschaft auf. Dabei aber problematisieren wir eine der schönsten Sachen, die es im Leben geben kann: für einen anderen Menschen zu sorgen. Und eine Gesellschaft ohne Kinder ist sowieso keine schöne Vorstellung – egal ob sie gerade ausstirbt oder nicht.Drei Jahre nach dem Start von ChatGPT zeichnet sich auf dem Arbeitsmarkt ein erstes klares Muster ab: Künstliche Intelligenz hat zwar bisher keine Berufe in der Breite vernichtet, aber sie verschiebt die Generationenlinie. Beschäftigte mit viel Erfahrungswissen gehören zu den Profiteuren der KI, Berufseinsteiger geraten unter Druck. Entscheidend ist allerdings nicht das Alter allein, sondern die Verbindung aus Domänenwissen und KI-Kompetenz. Doch die Künstliche Intelligenz entwickelt sich zu dynamisch, um sich auf dieser ersten Diagnose auszuruhen.KI wird in vielen Unternehmen nach drei Jahren der Investitionen erst jetzt produktiv eingesetzt und zeigt nun erstmals spürbare Effekte in den Bilanzen. Anders als frühere technologische Umbrüche wird KI aber nicht nur einzelne Branchen treffen, sondern breite Teile der Wissensarbeit und Routinetätigkeiten erfassen. Noch sind die Arbeitsplatzverluste begrenzt. Doch Arbeitsökonomen wie William Gould sehen in der KI eine „Lokomotive“, die auf die Gesellschaft zurase. Dass die Arbeitsmarkteffekte der KI bisher nur moderat waren, ist also keine Garantie dafür, dass dies nach Abschluss der Einführungsphase so bleibt. Holger Schmidt analysiert die Lage genauer.Ihnen ein schönes Wochenende und vielen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit. Wenn Sie ein FAZ+ Abo und eine Frage dazu haben, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an c.knop@faz.deIhrCarsten KnopHerausgeberFrankfurter Allgemeine Zeitung
FAZ+ Highlights: Sport bei Hitze und Kinderkriegen
Mit unserem Angebot FAZ+ erhalten Sie jeden Monat Zugriff auf mehr als 1000 exklusive Beiträge auf FAZ.NET. Unter anderem auf diese beliebtesten Stücke der Woche.














