Nach Jahren angespannter Beziehungen: Burkina Faso hat die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich abgebrochen. In einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung der Militärjunta warf diese der einstigen Kolonialmacht »unablässigen Aktivismus« gegen die Interessen Burkina Fasos und »neokoloniale Ambitionen« vor, die sich in der »aktiven Unterstützung für subversive Netzwerke und die Terroristen« zeigten, »die unser Land und die Sahelzone in Trauer stürzen«.Die Junta betonte in ihrer Erklärung, die Entscheidung betreffe »ausschließlich den institutionellen Rahmen der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten«. Die »historischen, menschlichen, kulturellen und sozialen Verbindungen« zwischen den Menschen in Burkina Faso und Frankreich würden dadurch nicht in Frage gestellt. Zugleich versicherte die Regierung, sie werde den Schutz ausländischer Staatsangehöriger gewährleisten.Das französische Außenministerium bezeichnete den Schritt der Militärführung in Ouagadougou als »feindselige und unbegründete« Entscheidung. Diese stehe für die »besorgniserregende Entwicklung« der Behörden in Burkina Faso, erklärte das französische Außenministerium. Die gebotenen »Gegenmaßnahmen« würden derzeit geprüft.Burkina Faso wird wie mehrere westafrikanische Länder seit Jahren von tödlicher Gewalt durch Dschihadistengruppen erschüttert, die mit dem islamistischen Terrornetzwerk Al-Qaida und der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) in Verbindung stehen.
Burkina Faso bricht diplomatische Beziehungen zu Frankreich ab
Die Militärjunta in Ouagadougou wirft Frankreich »neokoloniale Ambitionen« vor. Die Folge: Das Ende der diplomatischen Zusammenarbeit. Das Außenministerium in Paris bezeichnet den Schritt als »feindselig«.










