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Außenhandel: EU wehrt sich gegen Trumps Zoll-Drohungen wegen Digitalsteuer Die EU weist die neuen Drohungen aus Washington zurück und pocht auf ihr Recht, Digitalkonzerne zu besteuern. Der Streit könnte die ohnehin fragilen Handelsgespräche weiter belasten.

27.06.2026 - 00:02 Uhr Artikel anhörenEU-Fahnen vor der Europäischen Kommission in Brüssel: Die EU verteidigt ihr Recht, Digitalkonzerne zu besteuern. Foto: Michael Kappeler/dpaWashington. Im Streit über die Besteuerung von Digitalkonzernen hat die EU scharf auf neue Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump reagiert. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten hätten das souveräne Recht, wirtschaftliche Aktivitäten auf ihrem Gebiet zu regulieren, teilte die EU-Kommission am Freitag mit. Sollten die USA ungerechtfertigte einseitige Maßnahmen ergreifen, werde die Staatengemeinschaft rasch und entschieden reagieren, um ihre Rechte zu verteidigen.Die Brüsseler Behörde erklärte zudem, dass etwaige Steuern grundsätzlich nicht diskriminierend seien und für alle großen Unternehmen unabhängig von ihrer Herkunft gälten. Zugleich zeigte sich die EU bereit, konstruktiv an einer globalen Lösung mitzuarbeiten.Trump hatte allen Ländern, die eine Digitalsteuer für US-Unternehmen einführen, mit Strafzöllen von 100 Prozent auf sämtliche Importgüter gedroht. Zahlreiche europäische Staaten diskutierten derzeit über eine solche Abgabe und einige stünden kurz vor der Umsetzung, erklärte Trump in den sozialen Medien. Die neuen Zölle würden alle bestehenden oder geplanten Handelsabkommen mit den USA außer Kraft setzen.Das Büro des US-Handelsbeauftragten stellt Ländern wie Frankreich, Großbritannien, Österreich und Spanien seit langem Vergeltungszölle in Aussicht, da die Abgaben US-Firmen benachteiligten.Die Eskalation erfolgt einen Tag, nachdem die EU-Staaten eine von Trump gesetzte Frist zum 4. Juli eingehalten hatten, um Zölle auf US-Industriegüter auf null zu senken. Im Gegenzug sollen die US-Zölle auf europäische Waren bei 15 Prozent gedeckelt bleiben. Wegen eines langwierigen Gesetzgebungsverfahrens in der EU hatte Trump gedroht, andernfalls wieder Zölle von 25 Prozent auf Importe aus Europa, darunter auch Autos, zu erheben.Im Zentrum des Streits steht vor allem Frankreich, das seit 2019 eine Digitalsteuer von drei Prozent auf die Umsätze großer Technologiekonzerne erhebt. Präsident Emmanuel Macron hatte in der vergangenen Woche vor dem G7-Gipfel betont, sein Land werde sich dem Druck Trumps nicht beugen und die Abgabe beibehalten.Trump hatte angekündigt, für diesen Fall einen Zoll von 100 Prozent auf französischen Wein zu verhängen. Die französische Abgabe greift bei Unternehmen, deren Umsatz im Land 25 Millionen Euro und weltweit 750 Millionen Euro übersteigt. rtr Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt