»Diese beiden Planeten haben eine Dichte, die mit einem schönen Klecks Rasierschaum direkt aus der Dose vergleichbar ist«, sagte George Dransfield von der Universität Oxford der Nachrichtenagentur AP.Dransfield vermutet, dass die zarten Welten wahrscheinlich weiß oder blau sind, je nachdem, ob der Himmel dort bewölkt ist. Die Planeten bestehen nach Ansicht der Forscher wahrscheinlich hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium, eindeutig gesagt werden kann das allerdings nicht: Nachbeobachtungen mit dem Webb-Weltraumteleskop der Nasa sind notwendig, um ihre chemische Zusammensetzung zu bestätigen.

Entdeckt wurde das Planetenduo im Sternbild »Fliegender Fisch«. Den Angaben der Forscher zufolge ist TOI-791 b annähernd so groß wie Jupiter, enthält aber nur drei Prozent von dessen Masse. TOI-791 c ist sogar größer als Jupiter, enthält aber nur 5,9 Prozent der Masse des größten Planeten im Sonnensystem. Von solchen »Super-Puffs«, wie die beiden Himmelskörper sie darstellen, sind bislang nur eine Handvoll bekannt – und umso überraschender und außergewöhnlicher ist es für die Planetenforscher, gleich zwei in einem Sternsystem zu finden.

Die Forscher wollen nun verstehen, wie die beiden Planeten in relativer Nachbarschaft entstehen konnten und erhoffen sich so Erkenntnisse über Sternsysteme. »Es wird angenommen, dass die Entstehung großer Planeten die Entwicklung eines Planetensystems vorantreibt«, erklärt Co-Autor Steve Howell, »daher ist die weitere Erforschung dieser Planeten von Jupitergröße, aber mit einer weit geringeren Jupitermasse, von großem Wert.«