Bereits am vergangenen Wochenende hieß es in einigen Freibädern der Region: „Nichts geht mehr!“ Besucher wurden bereits am Nachmittag abgewiesen. Sie mussten dabei nicht einmal im strengen Sinne überfüllt sein. Oftmals mussten Bademeister aus Sicherheitserwägungen einen Schlussstrich ziehen. Die Wasseraufsicht muss beispielsweise den Boden der Becken noch einsehen können. Bei Trübung des Wassers durch zu viel Sonnencreme ist das ab einem gewissen Punkt nicht mehr möglich.Die Frankfurter Freibäder wie das Eschersheimer hatten solche Probleme nicht: Trotz insgesamt 100.000 Besuchern in den sieben Freibädern der Stadt musste nicht einmal das Hausener Freibad als kleinste Einrichtung die Türen verriegeln. Vor dem Beginn der Sommerferien ist das ein sehr gutes Zeugnis für die Funktionstüchtigkeit der Bäder, die sich auch für Temperaturen bis nahe an die Vierzig-Grad-Marke an diesem Wochenende gerüstet sehen.„Wir haben in Frankfurt das Glück, das einige unserer Bäder wie vor allem das Brentanobad oder das Eschersheimer Freibad parkähnliche Anlagen als Liegewiesen haben“, sagt Boris Zielinski, Geschäftsführer der Bäderbetriebe Frankfurt. Die beiden Bäder hätten zudem außergewöhnlich große Becken. Das Brentanobad hat sogar das größte Schwimmbecken Europas: Es ist 250 Meter lang. Selbst bei bis zu 12.000 Besuchern wie am Sonntag dürfte es deshalb nicht zu eng werden. Zielinski betont auch, dass die Wasserqualität durchgängig gewährleistet werden konnte.Testbesuche in Bädern der Stadt bestätigten an den vergangenen Tagen, dass die Frankfurter Badestätten gewappnet scheinen. Das schließt allerdings nicht aus, dass es in Bädern wie dem Silobad in Höchst im großen Becken gelegentlich eng werden kann, wenn man auf eine freie Kraulstrecke hofft.Mit der Aktion „Klein nie allein“ weisen die Bäder zum Ferienbeginn zudem ausdrücklich darauf hin, dass Eltern ihre Kinder unbedingt im Blick behalten sollen – vor allem, wenn sie noch nicht schwimmfähig sind. An diesem Wochenende sollte das aufgrund des Ansturms auf die Bäder und die Sonneneinstrahlung besonders gelten.