Düsseldorf. Im unwegsamen Südosten Tibets entsteht etwas, das die Welt so noch nicht gesehen hat. China baut dort, zwischen den Gipfeln und Schluchten des Himalaja-Gebirges, seit vergangenem Jahr das mit Abstand leistungsfähigste Wasserkraftwerk der Welt. Mit einer Leistung von bis zu 60.000 Megawatt wird es das bisher größte Kraftwerk der Welt, den Drei-Schluchten-Damm am Jangtsekiang im Osten Chinas, um fast das Dreifache übertreffen.Bekannt ist, dass die Turbinen bis zu 300 Terawattstunden Strom im Jahr produzieren sollen – das wäre mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs und mehr als etwa Italien oder Spanien pro Jahr benötigen. Der Bau soll mindestens 167 Milliarden Dollar kosten und wäre damit das wahrscheinlich teuerste Bauvorhaben der Geschichte. Viel mehr offizielle Informationen von chinesischer Seite gibt es nicht.Mit einem knappen Beitrag informierte die wichtigste Nachrichtensendung des Staatsfernsehens im Juli 2025 über die offizielle Zeremonie zum Baubeginn. Weder zur genauen Lage noch zu technologischen Einzelheiten oder zu Umsiedlungsplänen gibt es Informationen aus Peking. Ausländischen Journalisten sind Reisen nach Tibet verboten, sodass es auch keine unabhängigen Medienberichte über die Lage vor Ort gibt.Doch Berichte auf chinesischen Social-Media-Plattformen, wissenschaftliche Artikel und hochaufgelöste Satellitenbilder aus den vergangenen Monaten zeigen nun, wie schnell die Bauarbeiten voranschreiten – und lassen erahnen, welche Ausmaße das Projekt haben wird.
Energie: Ein Kraftwerk, wie die Welt es noch nicht gesehen hat
Am Fluss Yarlung Tsangpo im Himalaya entsteht ein Kraftwerk, das die Welt so noch nicht gesehen hat. Informationen darüber gibt es kaum, doch Satellitenbilder lassen das Ausmaß erahnen.







