Finanzaufsicht Bafin untersucht Konzernabschluss von Zalando – Aktie sackt abDie Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat bei Zalando eine Prüfung des Konzernabschlusses und des zugehörigen Lageberichts eingeleitet. Es liegen konkrete Anhaltspunkte dafür vor, dass der im Dax notierte Konzern gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat, wie die Bafin am Freitag in Bonn und Frankfurt mitteilte. Die möglichen Verstöße stehen den Angaben zufolge im Kontext der About-You-Übernahme. Zalando habe im Anhang des Konzernabschlusses Angaben zu einer Transaktion mit einem nahestehenden Unternehmen im Rahmen des Erwerbs der About You möglicherweise fehlerhaft unterlassen. Da die Bafin die Prüfung öffentlich bekannt gemacht habe, werde sie die Öffentlichkeit über ihr Ergebnis informieren. „Dies geschieht unabhängig davon, ob sie bei der Prüfung Fehler in der Rechnungslegung feststellt oder nicht.“ Der Kurs der Aktie sackte am Freitag um rund sieben Prozent ab. Vorbörslich hatte die Aktie noch deutlich stärker unter Druck gestanden. Zalando steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit der Bafin. Der Online-Modehändler teilte in einer Stellungnahme mit: „Nach Einschätzung der Zalando SE handelt es sich um einen rein formellen, aber materiell unwesentlichen Aspekt in den Anhangsangaben.“ Alle relevanten Informationen zum Erwerb der About-You-Anteile seien vollständig öffentlich zugänglich gewesen. Evonik erhöht Prognose Lieferengpässe asiatischer Wettbewerber lassen die Kunden verstärkt zu ​Produkten des Spezialchemiekonzerns Evonik greifen. Dieser hebt nun aufgrund guter Geschäfte im zweiten ⁠Quartal seine Prognose an. Für die zweite Jahreshälfte sieht der Konzern aber weiter Unsicherheiten.Auf Basis vorläufiger Zahlen erwarte Evonik für das zweite Quartal einen bereinigten ‌operativen Gewinn (Ebitda) zwischen 600 und 650 Millionen Euro und liege damit im Mittel 23 Prozent über dem Vorjahreswert von 509 Millionen Euro, teilte ‌der Essener Konzern am Freitag ‌mit. Noch Anfang Mai hatte Evonik für das zweite Quartal ein Ergebnis von mindestens 550 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Im Halbjahr werde der bereinigte operative ​Gewinn damit bei 1,1 Milliarden Euro ⁠liegen. Evonik hob deshalb den Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 an: Der Konzern erwartet nun ein ​bereinigtes Ebitda zwischen zwei und 2,2 Milliarden Euro nach 1,7 bis zwei Milliarden Euro ⁠zuvor.Robert DikomeitNYT: OpenAI neigt zu Verschiebung des Börsengangs auf 2027Der ChatGPT-Entwickler OpenAI ​tendiert einem Bericht der „New York Times“ zufolge dazu, seinen geplanten Börsengang auf das kommende ⁠Jahr zu verschieben. Ursprünglich habe das Unternehmen ein Debüt auf dem Parkett für das dritte oder vierte Quartal dieses Jahres ins Auge gefasst, berichtete ‌die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf drei mit den Überlegungen vertraute Personen. Angesichts der jüngsten Marktturbulenzen und der Kursverluste von Technologieaktien hätten ‌Berater in der ‌vergangenen Woche jedoch vor einer geringen Nachfrage von Kleinanlegern gewarnt. Sie hätten die Führungsebene vor die Wahl gestellt, mit dem Börsengang bis 2027 zu warten, um ​die von OpenAI-Chef Sam Altman geforderte ⁠Bewertung von einer Billion Dollar zu erreichen oder die Zielmarke für ein schnelleres Debüt zu ​senken. Ein Abrücken von dieser Summe komme für Altman jedoch nicht infrage, sagte einer der ⁠Insider.Investoren hinterfragten ‌zunehmend, ob Firmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ihre großen Versprechen einlösen könnten, hieß es weiter. Als abschreckendes Beispiel gelte zudem die Entwicklung bei ⁠SpaceX: Das Raumfahrtunternehmen von ⁠Tesla-Chef Elon Musk hatte jüngst zwar den bislang größten Gang an die Börse ⁠der ​Geschichte ⁠absolviert. Die Aktie rutschte nach einem ​Höchststand von 202 Dollar jedoch bis Donnerstag auf 153 ‌Dollar ab. Ein Sprecher von OpenAI lehnte der Zeitung zufolge eine Stellungnahme ​zu den etwaigen Verzögerungen ab. Bund soll bis zu 7,2 Milliarden für Einstieg bei KNDS zahlenDer Bund muss nach Informationen des „Spiegel“ bis zu 7,2 Milliarden Euro für den Einstieg beim Panzerhersteller KNDS zahlen. Dies berichtete das Nachrichtenmagazin am Donnerstag unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen, welche die Bundesregierung dem Haushaltsausschuss des Bundestags zur Verfügung gestellt habe. Am Freitag solle der Haushaltsausschuss über den Kauf von 40 Prozent der Anteile an dem deutsch-französischen Unternehmen abstimmen.Der Kaufpreis für die 40 Prozent an KNDS ist demnach aber noch nicht fix. Bund und Eigentümerfamilien hätten sich auf eine „Kaufpreisformel“ verständigt, die auf dem Ausgabepreis der Aktien „zuzüglich eines marktüblichen Paketaufschlags“ basiere und außerdem die weitere Kursentwicklung berücksichtige, zitierte der „Spiegel“ weiter aus den Unterlagen.Das federführende Bundeswirtschaftsministerium hatte in den vergangenen Monaten über den Einstieg mit den Eigentümerfamilien verhandelt, die den deutschen Unternehmensteil besitzen. Ihre restlichen Anteile sollten, zusammen mit Anteilen der französischen Seite, im Juli an die Börse gebracht werden.Tesla will deutsche Produktion ankurbeln – 1000 neue MitarbeiterDer amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla will seine Produktion im Werk Grünheide nahe Berlin stärker hochfahren. Das Unternehmen teilte mit, weitere 1000 Beschäftigte einzustellen und ab Oktober die Produktion auf 7500 Fahrzeuge in der Woche zu steigern. Im April hatte Tesla schon angekündigt, 1000 neue Mitarbeiter einzustellen.Judith Dada wird Ko-Chefin von KI-Start-up LangdockDie Investorin Judith Dada wird Ko-Chefin des schnell wachsenden Berliner KI-Start-ups Langdock. Das teilten beide Parteien am Donnerstag auf der Plattform Linkedin mit. Dada war eine der ersten Investorinnen von Langdock. Das Start-up ermöglicht Unternehmen über eine selbst entwickelte Plattform datenschutzkonform den Zugang zu den weltweit führenden Modellen Künstlicher Intelligenz. Kunden können auf dieser Basis via Langdock auch eigene Anwendungen entwickeln. Langdock hat gerade einmal drei Millionen Dollar an Kapital eingesammelt, zählt aber nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 10.000 Unternehmen zu seinen Kunden und jährlich wiederkehrende Einnahmen von 40 Milliarden Dollar. Das 2023 gegründete Start-up gilt damit als eines der aussichtsreichsten jungen KI-Unternehmen mit deutschen Gründern. Judith Dada ist seit zehn Jahren als Investorin aktiv, lange als Partnerin beim Wagniskapital-Fonds La Famiglia. Zuletzt investierte sie für den Berliner Wagniskapitalgeber Visionaries Club. Zuletzt erregte Dada Aufmerksamkeit als Mitverfasserin des dystopischen Aufsatzes „Europe 2031", der eine Zukunft zeichnet, in der Europa durch seine fehlenden KI-Fähigkeiten stetig an Bedeutung verliert. Die Autoren fordern unter anderem Investitionen in Rechenleistung und Infrastruktur sowie eine Koalition gleichgesinnter „KI-Mittelmächte“. Langjähriger VW-Manager Obrowski wird neuer Bahn-Finanzchef Die Deutsche Bahn macht den langjährigen ​VW-Manager Michael Obrowski zum neuen Finanzchef. Der 57-jährige ⁠Diplom-Wirtschaftsingenieur werde seine neue Aufgabe voraussichtlich zum 1. September 2026 übernehmen, teilte die Bahn nach einer Aufsichtsratssitzung in Berlin ‌mit. Das Vorstandsteam um Bahn-Chefin Evelyn Palla ist damit nach den Neuzugängen Bernhard Osburg für den Güterverkehr und ‌Harmen van ‌Zijderveld für den Regionalverkehr wieder vollständig besetzt.Obrowski führt bei der VW-Nutzfahrzeugetochter seit 2021 das Finanz- und IT-Ressort. Diese Bereiche sind ​auch bei der Bahn unter ⁠einem Dach gebündelt. Zuvor leitete Obrowski fünf Jahre das Konzern-Controlling der Volkswagen ​AG. Bahn-Aufsichtsratschef Werner Gatzer sagte, er sei eine Führungspersönlichkeit mit viel ⁠Erfahrung in ‌einem Großkonzern. Insgesamt ist Obrowski bereits seit 1995 bei Volkswagen tätig.Ende März hatte der seit Jahren defizitäre ⁠Bahn-Konzern mitgeteilt, sich nach ⁠nicht einmal vier Monaten von Finanzchefin Karin Dohm zu ⁠trennen. ​Sie war ⁠von der Baumarktkette Hornbach gekommen. ​Laut Bahn gab es unterschiedliche Vorstellungen ‌über die Ausgestaltung ihrer Funktion sowie Fragen der Unternehmensentwicklung. Robert DikomeitÖlpreise fallen auf VorkriegsniveauDie Ölpreise fallen auf den tiefsten Stand seit der Zeit vor dem Beginn des Iran-Kriegs. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich um 4,3 Prozent auf 73,74 Dollar je Barrel und markiert zeitweise mit 73,12 Dollar den tiefsten Wert seit dem 27. Februar, dem Tag vor den ​US-israelischen Angriffen. Die US-Sorte WTI gibt um 3,9 Prozent auf 70,34 Dollar nach und rutscht zwischenzeitlich erstmals seit dem 2. März unter die Marke von 70 Dollar.Mehr ladenTickarooLive Blog Software