Statistisches Bundesamt : Immer weniger Hochzeiten in Deutschland26.06.2026, 11:23Lesezeit: 2 Min.In Deutschland haben die Eheschließungen einen neuen Tiefstand erreicht, die Zahl der Scheidungen ist dagegen leicht gestiegen. Im Durchschnitt waren die geschiedenen Ehepaare 14 Jahre und sieben Monate verheiratet.Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Eheschließungen in Deutschland einen neuen Tiefstand erreicht. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden 348.813 Ehen geschlossen, das waren noch einmal 403 weniger als 2024. Seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1950 hat sich die Zahl damit mehr als halbiert. Damals verzeichneten die Statistiker in Wiesbaden 750.452 Eheschließungen, im Jahr 2000 waren es noch 418.550. Im vergangenen Jahr wurden 339.900 Ehen zwischen Mann und Frau geschlossen (2024: 340.400), 8900 zwischen Personen gleichen Geschlechts (2024: 8800).Zugleich stieg die Zahl der Ehescheidungen ebenfalls leicht. Durch richterlichen Beschluss wurden 130.053 Ehen geschieden, das waren 716 mehr als im Vorjahr. 1950 gab es 84.674 Ehescheidungen, danach halbierte sich die Zahl nahezu bis in die Sechzigerjahre, stieg bis zur Jahrtausendwende an und erreichte 2003 mit 213.975 Scheidungen einen Höchststand. Seither nimmt die Zahl fast kontinuierlich wieder ab. Der niedrigste Wert wurde mit 129.008 im Jahr 2023 erreicht.Bei jeder zweiten Scheidung waren minderjährige Kinder betroffenDa viel weniger geheiratet wird, kommt es auch zu immer weniger Scheidungen. Allerdings ist die Zahl der Scheidungskinder nach wie vor hoch. Laut Statistischem Bundesamt waren bei jeder zweiten Ehescheidung minderjährige Kinder betroffen. Der langjährige Trend aber zeige, dass der Anteil der Ehescheidungen mit einem Kind ab-, der Anteil mit zwei oder mehr Kindern dagegen zunehme. Insgesamt waren 2025 etwa 113.400 minderjährige Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.Im Durchschnitt waren die im Jahr 2025 geschiedenen Ehepaare 14 Jahre und sieben Monate verheiratet. Bei etwa 20.800 Paaren erfolgte die Scheidung im Jahr der Silberhochzeit oder später. In den Neunzigerjahren hatte dieser Anteil noch zwischen zehn und elf Prozent gelegen. Danach stieg er bis Mitte der Zehnerjahre. Seitdem liegt er zwischen 16 und 18 Prozent.
Statistisches Bundesamt: Weniger Ehen, mehr Scheidungen
In Deutschland haben die Eheschließungen einen neuen Tiefstand erreicht, die Zahl der Scheidungen ist dagegen leicht gestiegen. Im Durchschnitt waren die geschiedenen Ehepaare 14 Jahre und sieben Monate verheiratet.









