PfadnavigationHomePolitikAuslandUS-MetropoleMamdani jubelt – New York friert Mieten für eine Million Wohnungen einStand: 11:19 UhrLesedauer: 3 Minuten„Freeze Rents“ – die Mieten einfrieren, das hatte Zohran Mamdani (M.) vor seinem Amtseintritt versprochenQuelle: Yuki Iwamura/FR171758 AP via APNew Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani kann eines seiner zentralen Wahlversprechen einlösen: die steigenden Lebenshaltungskosten abzufedern. Ab Oktober 2026 dürfen die Mieten in rund einer Million Wohnungen nicht mehr erhöht werden.New York ist für seine extrem hohen Lebenskosten bekannt. Auch deshalb werden in der US-Metropole nun die Mieten von rund einer Million Wohnungen eingefroren.Dies beschloss am Donnerstag das für die Mietregulierung dieser Wohnungen zuständige Gremium. Die Entscheidung ist ein großer Erfolg für den neuen Bürgermeister Zohran Mamdani. Der US-Demokrat, Mitglied der Demokratischen Sozialisten Amerikas, hatte sein Amt im Januar mit dem Versprechen angetreten, das Leben in der 8,5-Millionen-Einwohner-Metropole erschwinglicher zu machen.Laut der Entscheidung des „Rent Guidelines Board“ dürfen bei den betroffenen Wohnungen ab Oktober bei einer Vertragsverlängerung die Mieten nicht erhöht werden. Das Gremium verabschiedete den Mietenstopp mit 7 zu 1 Stimmen; die Regelung gilt sowohl für Mietverträge mit einjähriger als auch mit zweijähriger Laufzeit und nur für Wohnungen mit Mietpreisbindung. Solche Einheiten machen etwa die Hälfte des städtischen Mietwohnungsbestands aus. Die Mieten für Wohnungen ohne Preisbindung sind hingegen stark gestiegen.Zohran Mamdani hatte wiederholt einen solchen Mietenstopp gefordert. Er argumentierte, dass Mieter in preisgebundenen Wohnungen mit steigenden Kosten für Lebensmittel, Transport und andere lebensnotwendige Dinge konfrontiert seien, während die Löhne nicht Schritt hielten. „Dies ist ein historischer Sieg für die Mieter der Stadt New York“, erklärte Mamdani nun.Lesen Sie auchIm Wahlkampf hatte Mamdani den Kampf gegen die hohen Lebenshaltungskosten in New York sogar zu seinem Hauptthema gemacht. Auch der Mietenstopp für die mehr als eine Million Wohnungen wurde angekündigt. Dieses Versprechen kann er nun einlösen.Lesen Sie auchDer 34-jährige Mamdani gehört dem linken Flügel der Demokratischen Partei an. Er ist der jüngste und der erste muslimische Bürgermeister New Yorks.Jubel und ein Rücktritt als ReaktionDie Reaktionen auf die Entscheidung fielen unterschiedlich aus: „Mieter haben Rechte, und wir haben Macht, aber wir müssen zusammenhalten“, sagte etwa Sarah Delany, eine Aktivistin und Mieterin einer preisgebundenen Wohnung in der New Yorker Bronx. „Bürgermeister Mamdani hat sein Wahlversprechen gehalten; das bedeutet auch, dass wir die notwendigen Dinge des täglichen Bedarfs bezahlen können. Was hier gerade geschehen ist, ist ein historischer Moment.“Christina Smyth, ein Gremiumsmitglied, das die Vermieter vertritt, trat hingegen wenige Stunden vor der Abstimmung aus Protest zurück. Sie kritisierte die Politisierung des Verfahrens und argumentierte, dass Eigentümer ihre steigenden Kosten bei einem Mietenstopp nicht decken könnten.Verbände der Wohnungswirtschaft warnten, dass Zehntausende preisgebundene und subventionierte Wohnungen bereits finanziell unter Druck stünden; es bestehe die Sorge, dass ein länger anhaltender Mietenstopp die Instandhaltung und Finanzierung von Reparaturen für Eigentümer erschweren könnte. Vermieter verweisen auf stark gestiegene Kosten für Versicherungen, Steuern und Reparaturen sowie auf einen angespannten Mietmarkt.AFP/Bloomberg/krott
US-Metropole: Mamdani jubelt – New York friert Mieten für eine Million Wohnungen ein - WELT
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani kann eines seiner zentralen Wahlversprechen einlösen: die steigenden Lebenshaltungskosten abzufedern. Ab Oktober 2026 dürfen die Mieten in rund einer Million Wohnungen nicht mehr erhöht werden.










