Regelmäßig berichten wir und andere Medien über Betrugsfälle im Onlinebanking, in sozialen Netzwerken, beim Onlineshopping sowie bei Cloud- und Streamingdiensten. Kundenkonten, die gehackt oder missbraucht werden, auf deren Kosten Bestellungen aufgegeben werden, über die betrügerische Überweisungen stattfinden oder die für anderweitige Betrugsszenarien genutzt werden.Anzeige

Zahlreiche Versicherungen bieten deshalb Cyberversicherungen auch für Privatpersonen an, während das früher nur ein Thema für Unternehmenskunden war. Diese versprechen finanzielle Hilfe und praktische Unterstützung bei Problemen und Betrügereien im Internet. Doch auch wenn es verlockend klingt, sich gegen solcherlei Risiken abzusichern, sollten Verbraucher:innen wissen, dass viele der Leistungen bereits durch andere Versicherungen, gesetzliche Ansprüche oder die Haftung von Banken abgedeckt sind. Ob eine zusätzliche Cyberversicherung sinnvoll ist, lässt sich daher nur anhand der konkreten Leistungen und im Einzelfall beurteilen.

Eine solche private Cyberpolice sichert Verbraucher:innen gegen eine Vielzahl an finanziellen und persönlichen Folgen von Cyberkriminalität ab. Doch sie kommt (anders als etwa der übliche IT-Security-Schutz über Software) meist erst dann ins Spiel, wenn ein Schaden schon entstanden ist. Solche Verträge zu vergleichen, ist schwierig, denn es gibt kein einheitlich geregeltes Versicherungsprodukt – und Umfang, Ausschlüsse, Entschädigungsgrenzen und Voraussetzungen sind teilweise stark unterschiedlich. Während es in manchen Policen vor allem um die entstandenen finanziellen Schäden geht, fokussieren sich andere vor allem auf Unterstützungsleistungen, etwa IT-Hilfe, Rechtsberatung oder Hilfe bei der Löschung rechtswidriger Inhalte.Anzeige