Die US-Firma Kalshi will die Zukunft handelbar machen – und nutzt die Fußball-WM als Turbo : Auf sogenannten Prediction-Markets (zu Deutsch: Prognosemärkten) wetten Millionen Menschen nicht nur auf Spiele, sondern auf nahezu alles, was sich mit Ja oder Nein beantworten lässt. Doch was steckt hinter dieser „Börse für die Zukunft“ – und warum bekommt ausgerechnet das US-Start-up Kalshi gerade so viel Aufmerksamkeit im Silicon Valley und an der Wall Street?

In der aktuellen Folge von „manager magazin INSIDE“ spricht Host Sarah Heuberger mit mm-Redakteurin Hannah Schwär darüber, wie diese Märkte funktionieren, warum aus ein paar Cent schnell hohe Gewinne werden können – und welche teils absurden Auswüchse das Prinzip schon hervorgebracht hat.Denn wo auf alles gewettet werden kann, entstehen starke Anreize zur Manipulation: In Frankreich sollen Unbekannte ein Thermometer am Pariser Flughafen aufgeheizt haben, um bei einer Temperaturwette zu kassieren. In den USA stehen mutmaßliche Insiderwetten von Soldaten und Politikern im Fokus. Zugleich tobt dort ein Grundsatzstreit: Glücksspielbehörden sehen illegale Sportwetten, Kalshi pocht auf den Status als Finanzbörse; der Konflikt könnte vor dem Supreme Court landen.