PfadnavigationHomePanoramaHongkongFrau hält Krokodil auf ihrem Balkon – Polizei entdeckt bei Festnahme weitere „Überraschungen“Stand: 06:45 UhrLesedauer: 2 MinutenAuf dem von der Hongkonger Behörde für Fischerei, Landwirtschaft und Naturschutz bereitgestellten Foto ist das beschlagnahmte Krokodil zu sehenQuelle: -/Behörde für Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz/dpaAls die Experten eintreffen, versteckt sich das verletzte Krokodil unter verschiedenen Gegenständen. Vor Ort stießen die Beamten zudem auf weitere 63 Reptilien und Amphibien.Die Behörden in Hongkong haben eine Frau festgenommen, die in ihrer Wohnung offenbar ein Krokodil hielt. Wie die Regierung mitteilte, wurde das Reptil am Mittwoch auf dem Balkon der 35-Jährigen entdeckt. Die Polizei rief daraufhin die Hongkonger Gesellschaft zum Schutz vor Tierquälerei (SPCA) zu Hilfe, wie die Organisation der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mitteilte.Als die Experten den Angaben zufolge eintrafen, versteckte sich das verletzte Krokodil unter verschiedenen Gegenständen, wurde aber schließlich mit einer Seilschlinge und einem Netz eingefangen. Das Reptil kam demnach vorübergehend in die Obhut der Organisation.Frau hielt auch Königsboa und TigerpythonEinige Stunden später rückten Polizisten und Beamte der Behörde für Landwirtschaft, Fischerei und Naturschutz am frühen Donnerstagmorgen an, um die Wohnung der Frau zu durchsuchen. Vor Ort stießen die Beamten laut Regierungsmitteilung auf weitere 63 Reptilien und Amphibien. Knapp die Hälfte davon seien gefährdete Tierarten gewesen, darunter bestimmte Eidechsen, Schildkröten und Schlangen wie eine Königsboa oder ein Tigerpython, hieß es.Lesen Sie auchWie die Behörden der chinesischen Sonderverwaltungsregion weiter mitteilten, gab die Frau an, Besitzerin der Tiere zu sein und diese zu Bildungszwecken gehalten zu haben. Weil sie jedoch keine Genehmigung für die Haltung der Tiere vorlegen konnte, nahm die Polizei sie wegen des Verdachts des illegalen Besitzes gefährdeter Tierarten fest.Was der Verdächtigen nun drohtDer Frau drohen im schlimmsten Fall eine Geldstrafe bis zu 10 Millionen Hongkong-Dollar (derzeit etwa 1,12 Millionen Euro) und bis zu zehn Jahre Gefängnis. Die Behörden beschlagnahmten das Krokodil – laut ersten Ergebnissen wohl ein Salzwasserkrokodil – samt der knapp 30 gefährdeten Tierarten.dpa/saha