Der Flughafen Zürich ändert die Regeln für Flüssigkeiten im HandgepäckPünktlich zu den bald beginnenden Sommerferien bricht am Flughafen Zürich eine neue Ära der Sicherheitskontrollen an.26.06.2026, 05.30 Uhr3 LeseminutenEine Aufnahme aus dem Jahr 2006 zeigt die Präsentation der damals vorgeschriebenen Plastikbeutel für Flüssigkeiten an einer Medienkonferenz des Bundesamts für Zivilluftfahrt (Bazl) am Flughafen Zürich.Christian Beutler / NZZAm Flughafen Zürich gelten neue Regeln bei der Sicherheitskontrolle: Flüssigkeiten wie Wasser, Shampoo oder Creme dürfen in grösseren Mengen, bis zu zwei Liter, im Handgepäck mitgeführt werden. Möglich macht diesen Schritt eine moderne Generation von Computertomografie-Scannern (CT-Scannern), die laut dem Flughafen inzwischen an allen regulären Sicherheitskontrollen im Einsatz stehen. Die hochauflösenden Scanner liefern mithilfe von Röntgenstrahlen dreidimensionale Bilder des Gepäcks und ermöglichen eine deutlich präzisere Analyse des Inhalts.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die ersten sieben Geräte sind bereits Ende 2025 in Betrieb gegangen. Die 100-Milliliter-Regel blieb aber bestehen. Nun sind alle vier Geschosse umgerüstet. Insgesamt investiert der Flughafen Zürich rund 34 Millionen Franken in die Erneuerung der Sicherheitsinfrastruktur. Sie umfasst neben den CT-Scannern auch Ergänzungen bei den Metalldetektoren sowie das sogenannte Remote Screening, also die Kontrolle des Handgepäcks von einem separaten Raum aus.Zürich als Vorreiter in EuropaFür Passagiere bedeuten die neuen Maschinen vor allem eines: weniger Stress und ein angenehmeres Reiseerlebnis. Wer künftig in Zürich durch die Sicherheitskontrolle geht, kann nicht nur Flüssigkeiten, sondern auch elektronische Geräte im Handgepäck belassen. Das mühsame Auspacken von Laptops oder Tablets entfällt ebenso wie das Verstauen von Flüssigkeiten in den bislang vorgeschriebenen transparenten Plastikbeuteln. Die Kontrollen werden dadurch nicht nur komfortabler, sondern auch effizienter.Der Flughafen Zürich zählt damit zu den Vorreitern in Europa, wenn es darum geht, moderne Sicherheitstechnologie mit einem möglichst reibungslosen Reiseablauf zu verbinden. Gerade in den stark frequentierten Sommermonaten dürfte die Neuerung für viele Passagiere eine spürbare Erleichterung bedeuten.Die Neuerung gilt nicht für alle PassagiereGanz verschwunden sind die bisherigen Regeln allerdings noch nicht. Die neue Bestimmung gilt ausschliesslich für Passagiere, die ihre Reise in Zürich beginnen und die zentralen Sicherheitskontrollen passieren. Bei Transferpassagieren oder in einzelnen Kontrollbereichen können weiterhin die bisherigen Beschränkungen in Kraft bleiben. Zudem müssen doppelwandige Behälter wie Thermosflaschen laut dem Flughafen nach wie vor leer transportiert werden.Passagiere sollten sich vor ihrer Rückreise oder bei Umsteigeverbindungen auch über die jeweiligen Bestimmungen des entsprechenden Flughafens informieren. Nicht alle Flughäfen haben die neuen Kontrollen bereits eingeführt. Andernorts können weiterhin die bekannten Flüssigkeitsbeschränkungen gelten.Wie die 100-Milliliter-Regel entstandDie heute weltweit verbreitete 100-Milliliter-Regel ist das Ergebnis einer Reihe von Sicherheitsverschärfungen, die nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 schrittweise eingeführt wurden. Diese Ereignisse veränderten den internationalen Luftverkehr grundlegend und führten zu deutlich strengeren Kontrollen an Flughäfen. In den folgenden Jahren rückten dabei auch neue potenzielle Bedrohungen in den Fokus der Sicherheitsbehörden.Den entscheidenden Anstoss für die Begrenzung von Flüssigkeiten im Handgepäck lieferte schliesslich ein vereitelter Terrorplan im Jahr 2006. Britische Ermittler deckten damals ein Komplott auf, bei dem mehrere Passagierflugzeuge mithilfe von Flüssigsprengstoffen angegriffen werden sollten. Als Reaktion führten zahlreiche Staaten die 100-Milliliter-Regel ein. Getränke, Kosmetikartikel und andere Flüssigkeiten durften fortan nur noch in kleinen Behältern und in transparenten Plastikbeuteln transportiert werden – eine Vorschrift, die über fast zwei Jahrzehnte zum festen Bestandteil jeder Flugreise gehörte.Passend zum Artikel
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Pünktlich zu den bald beginnenden Sommerferien bricht am Flughafen Zürich eine neue Ära der Sicherheitskontrollen an.








