PfadnavigationHomePanoramaBritisches KönigshausErstmals offengelegt – So viel Steuern zahlte König Charles seit AmtsantrittStand: 02:26 UhrLesedauer: 3 MinutenKönig Charles wird den Buckingham-Palast trotz Sanierung nicht mehr bewohnenQuelle: Kirsty Wigglesworth/AP/dpaDas britische Königshaus legt den diesjährigen Finanzbericht vor. Darin werden erstmals die Steuerzahlungen des Königs transparent dargelegt. Eine Meldung zur Nutzung des Buckingham-Palasts sorgt für Aufsehen.Seit Queen Victoria ist der Buckingham-Palast das Symbol der britischen Monarchie. Charles’ Großeltern harrten sogar während des deutschen Bombardements im Zweiten Weltkrieg dort aus. Doch König Charles III. will den klassizistischen Prachtbau in London nicht mehr bewohnen. Und das, obwohl das Schloss in den vergangenen Jahren aufwendig renoviert wurde.Wie aus dem diesjährigen Finanzbericht des Sovereign Grant hervorgeht, also dem staatlichen Topf für die Ausgaben der Royals, soll der Buckingham-Palast nach Abschluss der Renovierung im kommenden Jahr für zeremonielle Zwecke genutzt werden. Staatsbankette, Empfänge für Botschafter und andere Honoratioren sowie Ordensverleihungen wird es dort weiterhin geben. Nur ein tatsächlicher Wohnsitz wird das Schloss anders als noch bei Queen Elizabeth II. nicht mehr sein.Mit dem Ende der Bauarbeiten wird auch das Budget der Royals kleiner werden, wie es in dem Bericht weiter heißt. Der Sovereign Grant wird demnach in den kommenden fünf Jahren von zuletzt gut 132 Millionen Pfund (153 Millionen Euro) auf 99,9 Millionen Pfund (knapp 116 Millionen Euro) schrumpfen – nachdem er zuvor erheblich gewachsen war. Weiterhin wird ein großer Teil davon für den Erhalt der royalen Immobilien draufgehen.Charles und Camilla wohnen schon länger im Clarence HouseKönig Charles und seine Frau, Königin Camilla, wohnen schon seit langer Zeit im Clarence House gleich nebenan. Das hatten sie sich nach dem Tod von Queen Mum im Jahr 2002 nach ihrem Geschmack einrichten lassen – und später daran festgehalten. Im Buckingham-Palast werden sie auch weiterhin private Räume haben, die ein künftiges Königspaar auch wieder bewohnen könne, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA den royalen Schatzmeister James Chalmers, den „Keeper of the Privy Purse“.Immerhin London-Touristen dürfen sich freuen, denn wie aus dem Finanzbericht auch hervorgeht, soll der Palast noch stärker für Besucher zugänglich gemacht werden.Lesen Sie auchAls erster britischer Monarch legte König Charles in diesem Jahr auch seine persönlichen Steuerzahlungen offen. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, der Öffentlichkeit mehr Transparenz zu liefern. Seit seinem Amtsantritt als König nach dem Tod von Queen Elizabeth im Jahr 2022 zahlte Charles III. demnach mehr als 30 Millionen Pfund (rund 35 Millionen Euro) an Steuern.Lesen Sie auchZu den privaten Einkommensquellen des Königs gehören unter anderem Erträge aus Investitionen und Einnahmen aus seinen privaten Anwesen wie Balmoral in Schottland. Auch das Herzogtum Lancaster (Duchy of Lancaster) verschafft dem Monarchen Jahr für Jahr ein Einkommen. Dabei handelt es sich um ein privates Portfolio aus Landbesitz, Immobilien und Investitionen.William zahlte mehr als 20 Millionen Pfund SteuernAuch Thronfolger William legte erstmals seine Steuerzahlungen offen. Der älteste Sohn von Charles zahlte den Angaben zufolge mehr als 20 Millionen Pfund (gut 23 Millionen Euro) Einkommens- und Kapitalertragssteuer, seitdem er seinem Vater nach dessen Krönung als Inhaber des Titels Prinz von Wales nachfolgte. Die britischen Könige und Königinnen müssen laut Gesetz keine Einkommenssteuer, keine Kapitalertragssteuer und keine Erbschaftssteuer zahlen. Königin Elizabeth II. begann aber 1993 damit, freiwillig Einkommenssteuern und Kapitalertragssteuern zu entrichten. Charles wiederum hatte bereits in seiner Zeit als Prinz von Wales, bevor er im September 2022 nach dem Tod seiner Mutter den Thron bestieg, seine Steuerzahlungen offengelegt.Im Zuge des Skandals um den früheren Prinzen Andrew ist der Druck auf das Königshaus gestiegen, transparenter bei seinen Finanzen zu sein. Anfang Juni war bekannt geworden, dass der wegen seiner Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Ungnade gefallene Andrew sein Einkommen jahrelang mit der Untervermietung von Cottages auf einem königlichen Anwesen aufbesserte, auf dem er selbst quasi mietfrei wohnte.dpa/AFP/luwi