Frankfurt. Der Goldpreis hat sich in den letzten zwei Jahren nahezu verdoppelt. Für den Goldeinzelhandel war das eine lukrative Zeit, da viele Anleger entweder Goldmünzen und -barren verkauft oder gekauft haben. Doch das hatte einen unschönen Nebeneffekt: Es seien auch mehr Fälschungen auf den Markt gekommen, warnt Peter Zgorzynski.Er ist einer der wenigen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Goldmünzen, Silbermünzen und Barren in Deutschland. Für eine deutsche Großbank prüft er, ob sie mit echten oder gefälschten Münzen oder Barren zu tun hat.In seinen rund 27 Jahren in der deutschen Edelmetallbranche hat Zgorzynski unzählige Fälschungen entlarvt. Der Markt habe sich gewandelt, sagt er. „Früher wurden Münzen und Barren gefälscht, um Gewinn mit geringeren Goldgehalten zu machen“, sagt er. Das heißt, die Fälscher hätten zum Beispiel Barren etwa mit Wolframkernen gefüllt. Das sei nun anders: Heute würden meist Goldmünzen auf eine Weise gefälscht, die sich durch die üblichen Tests nicht entlarven lasse.Aus Sicht von Zgorzynski sind viele Goldhändler derzeit mit der fachgerechten Prüfung von Münzen oder Barren überfordert. Er übt scharfe Kritik an der Branche. Viele Handelsunternehmen seien entschlossen, ihre Kosten zu senken. „Dazu stellen sie oft Mitarbeiter ein, die nicht über das erforderliche Fachwissen verfügen.“Lesen Sie hier das ganze Interview mit Peter Zgorzynski: