Rot-weiße Barrieren zwingen zu Umwegen. Alle Parkplätze sind weggefallen. Auf den Gehwegen kommen Radfahrer Fußgängern in die Quere. Seit zehn Monaten ist die Sredzkistraße in Prenzlauer Berg eine Baustelle. Doch es gibt Bürger, die diese Sperrung als Chance sehen und als Modell für die Zukunft. Sie sammeln Unterschriften, damit diese Straße in eine autofreie Flanier- und Wohlfühlmeile verwandelt wird.

Es ist ein Großprojekt, das noch weitere Wohnstraßen in Prenzlauer Berg betreffen wird: Bis 2029 werden in mehreren Etappen 1200 Meter zum Teil mehr als hundert Jahre alte Trinkwasserleitungen ausgetauscht sowie fast 280 Meter Mischwasserkanäle erneuert.

Als Erstes kam die Sredzkistraße unweit der Kulturbrauerei an die Reihe. Die Strabag, die den Auftrag von den Wasserbetrieben bekam, hat zwischen den Häusern 19 und 51 die Fahrbahn gesperrt. Wo einst Autos fahren und abgestellt werden konnten, erstreckt sich eine Baustelle.

Sredzkistraße: So nutzen Anwohner die Baustelle

Und zwar schon seit längerer Zeit: Die verkehrsrechtliche Anordnung des Bezirksamts Pankow trat bereits am 18. August 2025 in Kraft.