Mann tippt auf Tastatur (Symbolbild): Angreifer verweist auf angeblich »anti-russische Inhalte«
Das Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) ist laut eigener Aussage Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. Der Vorfall soll sich bereits vor mehreren Wochen ereignet haben. Wie das Forschungsinstitut mitteilte, hätten die Angreifer dabei zu mindestens einem Zeitpunkt Zugang zu den Dateiservern des Instituts gehabt, und damit womöglich zu Personaldaten von Beschäftigten, Kooperationspartnern und Dienstleistern. In welchem Ausmaß tatsächlich Dateien entwendet wurden, könne nicht mit letzter Sicherheit ermittelt werden, so das Institut.
Die Urheber der Attacke seien bisher nicht bekannt. Jedoch hätten die Angreifer in einer Benachrichtigung an das ZOiS auf dessen angeblich »antirussische Inhalte« verwiesen. Das ZOiS ist eine renommierte deutsche Forschungseinrichtung, die zu Osteuropa arbeitet und regelmäßig Beiträge zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie zu Entwicklungen in Russland publiziert. Dafür kooperiert das Institut auch mit Menschen mit russischer Staatsbürgerschaft. Diese sieht es durch den Angriff besonders gefährdet.










