Neues im Block-Prozess: Die Hauptermittlerin hält die Aussagen der Kinder bei der Polizei für plausibel. »Es wirkte glaubhaft, was die Kinder erzählt haben«, sagte die Zeugin vor dem Landgericht Hamburg zu den Befragungen, die die Ermittler zu der Entführung in der Silvesternacht 2023/24 führten.Verteidiger David Rieks hatte zuvor von der Kriminalbeamtin wissen wollen, ob sie sich bei den unterschiedlichen Vernehmungen im Jahr 2024 bewusst gewesen sei, dass sich die Kinder in einem »Loyalitätskonflikt« befunden haben könnten. Das sei bei Kinderzeugen immer so, entgegnete die 44-Jährige.Sie habe die Kinder bei ihren Antworten aber nicht gefragt, ob sie nach der Rückkehr nach Dänemark eventuell von der Seite des Vaters beeinflusst worden seien. »Das setzt die Kinder wahnsinnig unter Druck«, erklärte die Frau. Sie habe den Jungen (damals 10) und seine Schwester (13) darauf hingewiesen, dass sie nur das erzählen sollten, woran sie sich selbst erinnern. Sie habe dem Vater und seiner neuen Ehefrau zudem mitgeteilt, dass sie den Kindern beispielsweise keine Lichtbilder aus den Akten zeigen sollen.
Es gibt in dem aktuellen Prozess insgesamt sieben Angeklagte. Darunter ist auch Blocks Lebensgefährte, der Ex-Sportmoderator Gerhard Delling. Die Kinder waren in der Silvesternacht 2023/24 in ein Auto gezerrt, erst nach Süddeutschland und dann nach Hamburg gebracht worden. Gegen weitere Beschuldigte in dem Fall wird ermittelt. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.Fall Block hat eine lange VorgeschichteIm August 2021 hatte der Vater den Jungen und das Mädchen, die damals bei ihrer Mutter in Hamburg lebten, nicht wie vereinbart nach einem Wochenendbesuch zurück nach Hamburg gebracht. Er erhob Gewaltvorwürfe, die nach Angaben von Christina Block nicht stimmen. Sie gibt an, ihr Ex-Mann habe die Kinder manipuliert. Gegen Hensel läuft auch ein Verfahren wegen Kindesentziehung, gegen seine neue Ehefrau wegen Beihilfe.











