Die lang erwartete Fortsetzung der Videospielreihe „Grand Theft Auto“ (GTA) rückt in greifbare Nähe. Seit der Nacht zum Donnerstag ist der sechste Teil der Räuberpistole vorbestellbar, der am 19. November 2026 für die Konsolen Xbox Series X/S und die Playstation 5 erscheinen soll. Schon als die Nachricht zu den Vorbestellungen am 18. Juni veröffentlicht wurde, stieg der Aktienkurs des Verlegers Take-Two Interactive merklich an. Nun befeuern Analysten noch einmal Anlegerhoffnungen.Nach viel Spekulation haben der Entwickler Rockstar Games und Take-Two das Spiel mit einem Preisschild versehen: In der Grundversion kostet es 80 Dollar in den Vereinigten Staaten und 80 Euro in Europa – anders als die meisten anderen Spiele für die beiden Konsolen, für die Spieler 70 Euro auf die Ladentheke legen müssen. Allerdings gibt es auch eine „Ultimate Edition“ mit zusätzlichen Outfits und anderen Gegenständen für die beiden Protagonisten Jason und Lucia – Kostenpunkt 100 Euro.Im Vorfeld hatten die Fachpresse und Analysten gerätselt, wie viel die Grundversion kosten würde. Der Preis von 80 Euro für physische Versionen der Spiele für die Konsole Switch 2 des japanischen Herstellers Nintendo führte vor einem Jahr zu großem Unmut unter Spielern. „GTA VI“ wurde allerdings eine so große Preissetzungsmacht zugetraut, dass Spieler trotz einigen Murrens in den teureren sauren Apfel beißen würden.Analysten und Take-Two rechnen mit starken VerkaufszahlenEinige Analysten korrigierten nun ihre Umsatzerwartungen für Take-Two wegen des höheren Preises nach oben, bei gleichen Erwartungen an die verkauften Stückzahlen des Spiels. Am Dienstag veröffentlichten mehrere Analysten ihre neuen Berichte zur Aktie und bestätigten ihre Einschätzungen: 33 von 34 Beobachtern der Aktie, die der Finanzdienst Bloomberg aufführt, empfehlen den Kauf. Der letzte verbleibende rät zum Halten der Aktie.Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 284,36 Dollar, 20,6 Prozent über dem New Yorker Schlusskurs zu 235,77 Dollar vom Mittwoch. Am Donnerstag lag die Aktie vorbörslich zeitweise mehr als zwei Prozent im Plus, im Einklang mit Termingeschäften auf den Technologieindex Nasdaq 100.Take-Two geht für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2027 von 7,9 bis 8,1 Milliarden Dollar Umsatz aus. Selbst die untere Schätzung liegt dabei rund 18 Prozent über dem Umsatz von rund 6,7 Milliarden Dollar des abgelaufenen Geschäftsjahres. Der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll im laufenden Geschäftsjahr etwas mehr als eine Milliarde Dollar betragen, nach rund 789 Millionen Dollar im vergangenen Geschäftsjahr.Für Take-Two und Rockstar werden aber nicht nur die initialen Verkaufszahlen von „GTA VI“ relevant. Wie der Erfolg des Vorgängers „GTA V“ und vor allem seiner Mehrspielerkomponente „GTA Online“ – beides 2013 erschienen – zeigte, wird es für den nächsten Teil der Reihe wichtig werden, Spieler über lange Zeit mit frischen Inhalten bei der Stange zu halten.Selbst jetzt noch veröffentlicht Rockstar Inhaltspakete für „GTA V“: Das nächste und vermeintlich letzte soll am 14. Juli erscheinen. Käufe von Währungen und Gegenständen in Spielen, die so am Leben erhalten werden, sind mittlerweile ein wichtiger Umsatztreiber für die Branche. Für „GTA V“ verkauft Rockstar etwa Geldkarten, die die finanziellen Probleme der Spieler in der Spielwelt lösen sollen. Die teuerste „Shark Cash Card“ kostet dabei 75 Euro.
Preisrätsel um GTA 6 hat endlich ein Ende: Nicht nur Anleger freuen sich
Endlich ist bekannt, wie viel „Grand Theft Auto VI“ kosten soll. Analysten gehen deswegen von hohen Umsätzen für den Verleger Take-Two aus. Anleger freuen sich.
















