Tesla will deutsche Produktion ankurbeln – 1000 neue MitarbeiterDer amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla will seine Produktion im Werk Grünheide nahe Berlin stärker hochfahren. Das Unternehmen teilte mit, weitere 1000 Beschäftigte einzustellen und ab Oktober die Produktion auf 7500 Fahrzeuge in der Woche zu steigern. Im April hatte Tesla schon angekündigt, 1000 neue Mitarbeiter einzustellen.Judith Dada wird Ko-Chefin von KI-Start-up LangdockDie Investorin Judith Dada wird Ko-Chefin des schnell wachsenden Berliner KI-Start-ups Langdock. Das teilten beide Parteien am Donnerstag auf der Plattform Linkedin mit. Dada war eine der ersten Investorinnen von Langdock. Das Start-up ermöglicht Unternehmen über eine selbst entwickelte Plattform datenschutzkonform den Zugang zu den weltweit führenden Modellen Künstlicher Intelligenz. Kunden können auf dieser Basis via Langdock auch eigene Anwendungen entwickeln. Langdock hat gerade einmal drei Millionen Dollar an Kapital eingesammelt, zählt aber nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 10.000 Unternehmen zu seinen Kunden und jährlich wiederkehrende Einnahmen von 40 Milliarden Dollar. Das 2023 gegründete Start-up gilt damit als eines der aussichtsreichsten jungen KI-Unternehmen mit deutschen Gründern. Judith Dada ist seit zehn Jahren als Investorin aktiv, lange als Partnerin beim Wagniskapital-Fonds La Famiglia. Zuletzt investierte sie für den Berliner Wagniskapitalgeber Visionaries Club. Zuletzt erregte Dada Aufmerksamkeit als Mitverfasserin des dystopischen Aufsatzes „Europe 2031", der eine Zukunft zeichnet, in der Europa durch seine fehlenden KI-Fähigkeiten stetig an Bedeutung verliert. Die Autoren fordern unter anderem Investitionen in Rechenleistung und Infrastruktur sowie eine Koalition gleichgesinnter „KI-Mittelmächte“. Langjähriger VW-Manager Obrowski wird neuer Bahn-Finanzchef Die Deutsche Bahn macht den langjährigen ​VW-Manager Michael Obrowski zum neuen Finanzchef. Der 57-jährige ⁠Diplom-Wirtschaftsingenieur werde seine neue Aufgabe voraussichtlich zum 1. September 2026 übernehmen, teilte die Bahn nach einer Aufsichtsratssitzung in Berlin ‌mit. Das Vorstandsteam um Bahn-Chefin Evelyn Palla ist damit nach den Neuzugängen Bernhard Osburg für den Güterverkehr und ‌Harmen van ‌Zijderveld für den Regionalverkehr wieder vollständig besetzt.Obrowski führt bei der VW-Nutzfahrzeugetochter seit 2021 das Finanz- und IT-Ressort. Diese Bereiche sind ​auch bei der Bahn unter ⁠einem Dach gebündelt. Zuvor leitete Obrowski fünf Jahre das Konzern-Controlling der Volkswagen ​AG. Bahn-Aufsichtsratschef Werner Gatzer sagte, er sei eine Führungspersönlichkeit mit viel ⁠Erfahrung in ‌einem Großkonzern. Insgesamt ist Obrowski bereits seit 1995 bei Volkswagen tätig.Ende März hatte der seit Jahren defizitäre ⁠Bahn-Konzern mitgeteilt, sich nach ⁠nicht einmal vier Monaten von Finanzchefin Karin Dohm zu ⁠trennen. ​Sie war ⁠von der Baumarktkette Hornbach gekommen. ​Laut Bahn gab es unterschiedliche Vorstellungen ‌über die Ausgestaltung ihrer Funktion sowie Fragen der Unternehmensentwicklung. Robert DikomeitÖlpreise fallen auf VorkriegsniveauDie Ölpreise fallen auf den tiefsten Stand seit der Zeit vor dem Beginn des Iran-Kriegs. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich um 4,3 Prozent auf 73,74 Dollar je Barrel und markiert zeitweise mit 73,12 Dollar den tiefsten Wert seit dem 27. Februar, dem Tag vor den ​US-israelischen Angriffen. Die US-Sorte WTI gibt um 3,9 Prozent auf 70,34 Dollar nach und rutscht zwischenzeitlich erstmals seit dem 2. März unter die Marke von 70 Dollar.Motel One will sich mit insolventen Revo-Hotels verstärkenDie Hotelkette Motel One plant die Übernahme diverser Hotels aus dem bisherigen Portfolio der insolventen Revo-Gruppe. Beim Bundeskartellamt läuft seit dem Ende der vergangenen Woche ein Fusionskontrollverfahren. Gegenstand der Prüfung ist der „Erwerb von zehn in Deutschland belegenen Hotelbetrieben der Revo Hospitality Group“, wie es in einer Veröffentlichung auf der Internetseite des Kartellamts heißt. Motel One hat schon zwei Hotels übernommen, die Revo unter Marken des Accor-Konzerns geführt hatte – nämlich die Kieler Häuser, die bislang unter Ibis Styles und Adagio Access firmierten.Revo war in den vergangenen Jahren durch forsches Wachstum zu einer der größten Hotelgruppen in Deutschland mit mehr als 160 Standorten aufgestiegen und hatte in Frühjahr für viele Gesellschaften in der Gruppe Insolvenz beantragen müssen. Zur Gruppe zählten die nach einem Zukauf eingegliederten eigenen H-Hotels sowie diverse Häuser, die als Partner anderer Gesellschaften unter deren Namen geführt wurden, darunter auch Mövenpick-, Steigenberger-, Dorint- und Hilton-Hotels. Anfang Juni hatte Revo die anstehende Zerschlagung bekannt gegeben. 45 Hotels seien schon verkauft, fünf Hotelgruppen und Investoren, die allerdings ungenannt blieben, wollten rund 120 Hotels übernehmen. Dadurch könne die überwiegende Teil der 5.450 Arbeitsplätze erhalten werden. Motel One will nun die Aufspaltung der Revo-Gruppe für eigenes Wachstum auch in anderen Ländern nutzen. In Österreich sollen je ein H-Hotel in Wien und in Salzburg übernommen werden. Das geht aus einer Anmeldung bei der dortigen Bundeswettbewerbsbehörde hervor, über die zuerst das Onlineportal „Tageskarte“ berichtete. Die österreichische Behördenmeldung enthält auch Angaben, welche weiteren Hotels von Revo zu Motel One gelangen sollen. So wolle Motel One den Betrieb von Hotels in Baden-Baden, Bielefeld, Dresden, Erfurt, Leipzig, München und Münster übernehmen sowie von je einem Hotel in Krakau und in Budapest. Ifo-Index legt leicht zuDie Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen ​hat sich nach den Friedenssignalen im Iran-Krieg etwas aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im ⁠Juni auf 85,6 Punkte nach 85 Zählern im Mai und damit das zweite Mal in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu ‌seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit diesem Anstieg gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft hofft auf eine Entspannung der ‌weltpolitischen Situation“, erklärte Ifo-Chef ‌Clemens Fuest. Die Firmen blicken weniger skeptisch auf ihre Lage und Geschäftsaussichten.Zu mehr Optimismus unter den Führungskräften dürfte das neue Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran beigetragen haben. Bei den Verhandlungen ⁠in der Schweiz einigten sie sich den Vermittlern Pakistan und Katar zufolge mittlerweile auf einen Fahrplan für weitere Gespräche. Dieser soll innerhalb von 60 Tagen zu einem dauerhaften Friedensabkommen führen. ⁠Noch immer hakt es ‌jedoch bei der geplanten Öffnung der Straße von Hormus – ein Nadelöhr im internationalen Öl- und Rohstofftransport. Oman und der Iran wollen eine Arbeitsgruppe bilden, um ⁠eine Vereinbarung über ⁠die Regelung des Schiffsverkehrs sowie die damit verbundenen Kosten und Dienstleistungen zu erzielen.Eine ⁠tragfähige Öffnung der ⁠Schiffspassage gilt als wichtiger Impuls für die seit Monaten unter gestiegenen Energiepreisen ächzende Wirtschaft. Das ‌Ifo-Institut prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt trotz Rückenwind durch das Finanzpaket der Bundesregierung 2026 wegen der Folgen des Iran-Krieges nur um 0,8 Prozent zulegt.Ferrari trennt sich von MarketingchefNach der mit Kritik aufgenommenen ​Vorstellung des ersten Ferrari-Elektroautos hat sich der italienische ⁠Sportwagenbauer von seinem langjährigen Marketingchef Enrico Galliera getrennt. Sein Nachfolger wird zum 1. Juli Massimiliano Di ‌Silvestre, der bis vergangenen Monat das Italien-Geschäft von BMW geleitet hat. Unter seiner Leitung war BMW ‌in Italien ‌zum Marktführer unter den Premium-Autobauern aufgestiegen.Sein Vorgänger Galliera habe nach 16 Jahren bei Ferrari „beschlossen, ein neues Kapitel ​in seiner beruflichen ⁠Laufbahn aufzuschlagen“ – und dies dem Unternehmen bereits vor einiger Zeit mitgeteilt, hieß es. ​Ferrari hatte Ende Mai den fünfsitzigen Elektro-SUV Luce ⁠vorgestellt und damit ‌bestenfalls gemischte Reaktionen hervorgerufen. Kritisiert wurde unter anderem das für Ferrari unübliche Design. Ein Insider sagte Reuters, ⁠Galliera habe ⁠sich bereit erklärt, noch bis zur Präsentation des neuen ⁠Autos ​auf ⁠dem Posten zu bleiben. X-Fab investiert bis zu 400 Millionen Euro in Erfurt Das Halbleiterunternehmen X-Fab erweitert seinen Standort in Erfurt. Insgesamt will der Auftragsfertiger in den nächsten zwei Jahren bis zu 400 Millionen Euro in neue Produktionskapazitäten in Thüringen investieren. Es ist die bisher größte Einzelinvestition an dem traditionsreichen Mikroelektronikstandort seit der Wende. Der Bund und der Freistaat fördern das Projekt im Rahmen des europäischen Chips-Act mit gut 127 Millionen Euro. Die Europäische Kommission hatte dazu bereits im Dezember ihre Zustimmung gegeben. „Das ist ein Vertrauensbeweis für Erfurt“, sagte Damien Macq, Vorstandsvorsitzender der X-Fab-Gruppe, am Dienstag bei der Übergabe des Förderbescheids durch Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) und Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU). Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 300 Millionen bis 400 Millionen Euro, sagte Standortleiter Gabriel Kittler. Der Produktionsstart in der neuen Fabrik soll Ende 2028 erfolgen. Es entstehen bis zu 100 neue Arbeitsplätze. Derzeit beschäftigt X-Fab weltweit rund 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, rund 800 davon in Erfurt. Das Unternehmen produziert an fünf weiteren Standorten in Malaysia, Deutschland, Frankreich und den USA. Mit dem Ausbau in Erfurt erweitert X-Fab unter anderem die Fertigungskapazitäten für Mikro-Elektro-Mechanische-Systeme (MEMS), die zum Beispiel in Smartphones, Fahrzeugen oder Medizinprodukten zum Einsatz kommen. X-Fab ist nach der Wende aus Teilen des ehemaligen DDR-Halbleiter-Kombinats Karl-Marx hervorgegangen, das seit 1989 seinen Hauptsitz in Erfurt hatte. Seit 2017 ist das Unternehmen an der Börse Euronext in Paris notiert. Die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 1,3 Milliarden Euro. Am Dienstag ging die Aktie gut zwei Prozent fester aus dem Handel. Ben MenglerIndischer Unternehmer wird neuer Chef von WhatsappDer indische Unternehmer Kunal Shah wird neuer Chef des Onlinedienstes Whatsapp. Das teilte der Whatsapp-Mutterkonzern Meta am Montagabend mit. Er soll dabei helfen, neue Einkommensquellen für Whatsapp zu erschließen. Gleichzeitig erhält Shahs Finanzdienstleistungsunternehmen Cred eine Finanzspritze von 900 Millionen Dollar, wie Meta weiter mitteilte. Shah hatte Cred 2018 gegründet – mit dem Geld, das er mit dem Verkauf seiner Onlinehandelsfirma gemacht hatte. Cred bot zunächst Prämien für Kundinnen und Kunden, die ihre Kreditkartenrechnungen pünktlich bezahlten. Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und hat mittlerweile rund 17 Millionen Nutzer. Es bietet inzwischen auch Kredite, Vermögensverwaltung und Versicherungen an. Indien ist der größte Markt von Whatsapp mit rund einer halben Milliarde Nutzerinnen und Nutzer. Shah erklärte, er sehe „immenses“ Wachstumspotenzial für den Onlinedienst. Mehr ladenTickarooLive Blog Software