Nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten nach Angaben der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf mindestens 164 gestiegen. Mindestens 971 Menschen wurden verletzt. Es gibt außerdem immer noch viele Vermisste. Um die Suche nach ihnen zu erleichtern, hat Julia Alessandra Mariano die Plattform „Venezuela te busca“ („Venezuela sucht dich“) ins Leben gerufen.Julia Alessandra Mariano ist Unternehmerin, stammt aus Venezuela, lebt aber inzwischen in Miami. Auf Instagram hat sie einen Beitrag verfasst, in dem sie schreibt: „Meine Gedanken und meine Seele sind in Venezuela.“ Dazu veröffentlichte sie eine Kachel, die eine venezolanische Flagge zeigt – und den Satz: „In dieser Nacht erschaffen wir etwas, was eigentlich nicht existieren sollte.“Julia Alessandra Mariano schreibt: „Ich würde immer gerne physisch vor Ort sein und mehr tun. Und aus dieser Ohnmacht und Unmöglichkeit heraus entsteht diese kleine Initiative, die es uns – so Gott will – ermöglichen wird, euch alle zu finden.“Am Morgen nach dem Erdbeben haben mehr als 10.000 Personen eine Anzeige veröffentlicht, mit der sie nach Angehörigen suchen. Dafür laden sie ein Foto der gesuchten Person hoch und ergänzen es durch persönliche Daten wie Namen, Alter und letztem Aufenthaltsort. Andere Menschen können die Website durchsuchen und sich mit Hinweisen zum Aufenthaltsort der gesuchten Personen bei den Angehörigen melden. Diese hinterlassen dafür ihre Kontaktdaten. Nach Angaben der Zeitung „El Diario“ kam es aufgrund der vielen Aufrufe zu mehreren Ausfällen der Website.Wie die Zeitung „El Nacional“ berichtet, existiert darüber hinaus eine zweite Plattform mit dem Namen „Desaparecidos Terremoto Venezuela“, die ebenfalls dazu dient, Vermisste zu registrieren oder diese als gerettet zu markieren. Eine „Bürgerinitiative“ habe diese geschaffen, heißt es in der Zeitung. Wer daran beteiligt war, geht aus dem Artikel nicht hervor. In den ersten Stunden nach Gründung hätten bereits mehr als 9000 Personen eine Suchanzeige aufgegeben.
Venezuela te busca: Website hilft nach Erdeben bei Suche nach Vermissten
Eine Unternehmerin in Venezuela hat eine Website gegründet, auf der man nach Vermissten suchen kann. Am Donnerstag war sie allerdings schlecht aufzurufen – weil sie überlastet war.










