Wer in Deutschland Ingenieurswissenschaften studiert, will immer noch sehr häufig für einen Konzern aus der deutschen Autobranche arbeiten. Das ist eines der Ergebnisse des „Absolventenbarometers 2026“ des Trendence Instituts, eines auf den Arbeitsmarkt fokussierten Marktforschungsunternehmens aus Berlin. Demnach führt der Münchener Autokonzern BMW die Rangliste der attraktivsten Arbeitgeber für Studentinnen und Studenten der Ingenieurswissenschaften an. Fast 18 Prozent würden sich dort bewerben. Auf Platz zwei folgt Porsche mit gut 16 Prozent, auf Rang drei Audi mit 12,6 Prozent. Befragt wurden fast 3000 Studentinnen und Studenten ingenieurwissenschaftlicher Fachrichtungen, sie konnten angeben, bei welchen drei Arbeitgebern sie sich am ehesten bewerben würden.Auch unter angehenden Wirtschaftswissenschaftlern genießen Vertreter der Autobranche weiter einen hohen Stellenwert. Laut dem Absolventenbarometer würden sich fast 14 Prozent der gut 4100 Befragten bei Porsche bewerben, was dem Stuttgarter Sportwagenhersteller in dieser Studienfachrichtung die Spitzenposition einbringt. BMW und Mercedes folgen auf den Plätzen drei sowie vier mit etwa zwölf Prozent beziehungsweise neun Prozent Zustimmung. Trotz Verlusten kommt der amerikanische Elektronikkonzern Apple wie in der Vorjahresumfrage auf Rang zwei. Dort würden sich 12,7 Prozent der angehenden Betriebs- oder Volkswirte bewerben – ein Minus von 1,5 Prozentpunkten.Studienfachgemäß anders gelagert sind derweil die Präferenzen von Informatikern. Mit Zustimmungswerten zwischen etwa 20 und rund elf Prozent rangieren dort die Techkonzerne Apple, Google, Nvidia, Microsoft und Amazon auf den ersten fünf Plätzen. Knapp dahinter folgt dann wiederum BMW, wo sich noch rund neun Prozent der gut 3000 Befragten bewerben würden.Ebenfalls von Trendence befragt wurden Studenten von naturwissenschaftlichen Fächern. In dieser Fachrichtung gab es vier Neueinstiege unter den zehn attraktivsten Arbeitgebern. So finden sich unter den zehn am häufigsten genannten in diesem Jahr das Deutsche Krebsforschungszentrum, das Deutsche Rote Kreuz sowie die Unikliniken Heidelberg und Köln. Die meisten Befragten, nämlich gut zehn Prozent, wollen nach dem Studium aber weiter für deren Pendant tätig werden: die Charité in Berlin.