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Heat Dome: Was Sie zur Hitzewelle in Deutschland wissen müssen Die Temperaturen steigen in weiten Teilen Deutschlands weiter an. Woran das liegt, wann es wieder kühler wird und was Sie bis dahin berücksichtigen sollten.

25.06.2026 - 12:30 Uhr Wie hier in Köln bleiben Parks bei der enormen Hitze oft verwaist. Foto: Rolf Vennenbernd/dpaSeit gut einer Woche erleben Deutschland und große Teile Europas eine außergewöhnliche Hitzewelle. Bereits seit acht Tagen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Teilen des Landes vor negativen Auswirkungen durch hohe Temperaturen.Auch das Ausland ist betroffen. Schulen in Teilen Großbritanniens bleiben am Donnerstag und Freitag geschlossen. In Paris dürfen ab Mittag keine Touristen mehr auf den Eiffelturm. Frankreich ist mit Temperaturen von teils deutlich über 40 Grad besonders stark betroffen. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zur Hitzewelle.Hitzewelle in Deutschland: Wie heiß wird es noch?Am Freitag könnte der Hitzerekord für den Monat Juni gebrochen werden, wenn die Temperaturen auf bis zu 40 Grad steigen. Vor allem im Westen und Südwesten der Republik könnte die Marke geknackt werden, wie eine Sprecherin des DWD der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte.Noch heißer könnte es am Samstag werden, wenn Temperaturen von bis zu 42 Grad erwartet werden. Nur im äußersten Norden Deutschlands sollen die Temperaturen niedriger sein.Warum ist es in Deutschland gerade so heiß?Der wichtigste Grund für die außergewöhnliche Hitze ist ein sogenannter Heat Dome, der aktuell über Deutschland und großen Teilen West- und Mitteleuropas liegt. Dabei liegt ein Hochdruckgebiet zwischen zwei Tiefdruckgebieten und kann sich nicht, wie sonst üblich, weiterbewegen. Der Druck ist auch in Höhenlagen weiter hoch, was warme Luft nach unten drückt. Somit staut die heiße Luft sich auf und kann sich nicht herunterkühlen. Bleibt dies mehrere Tage bestehen, heizt die Luft sich immer weiter auf.Ähnliche Bedingungen gab es auch in der Vergangenheit immer wieder, doch Forscher gehen davon aus, dass der menschengemachte Klimawandel diese noch weiter verschärft. „Das Wettermuster hinter dieser Hitzewelle ist nicht außergewöhnlich“, sagte Davide Faranda vom Projekt Climameter der dpa. „Was außergewöhnlich ist, ist, dass der Klimawandel den Temperaturen in Teilen Westeuropas bis zu 4 Grad Celsius hinzugefügt hat.“Heat Dome Wie Sie mit der Wärmepumpe das Zuhause kühlen können Wärmepumpen können nicht nur heizen, sondern im Sommer auch kühlen. Zumindest im Prinzip, denn es gibt einige Fallstricke. von Stefan HajekWas ist der Hitzerekord in Deutschland?Die bisher höchste Temperatur in Deutschland liegt laut den Meteorologen des DWD bei 41,2 Grad. Gemessen wurde sie am 25. Juli 2019 an den Wetterstationen Duisburg-Baerl und Tönisvorst. Offizielle Hitzerekorde müssen von Wetterstationen kommen, die internationalen Standards entsprechen. Die Thermometer müssen in zwei Metern Höhe im Schatten angebracht sein, da direkte Sonneneinstrahlung die Ergebnisse verfälschen könnte. Außerdem müssen sie an Stellen stehen, an denen die Temperatur als repräsentativ für die Umgebung gilt.Es gilt als möglich, dass der Rekord noch bis Ende der Woche gebrochen wird. Der Rekord für den Monat Juni liegt bei 39,6 Grad, gemessen am 30. Juni 2019 in Bernburg.Wann wird es wieder kühler?Die Hitzewelle zieht noch bis Sonntag über Deutschland. Zwar zieht das Hochdruckgebiet derzeit langsam weiter nach Osten, dadurch rückt aber heiße Luft aus Südwesteuropa nach. Erst ab Montag werden die Temperaturen spürbar von ihren Spitzenwerten abrücken. Dabei fallen die Spitzenwerte laut der Prognose des DWD in der kommenden Woche auf zwischen 20 und 26 Grad.Auch in anderen europäischen Ländern bleibt die Hitze noch einige Tage bestehen. Im besonders stark von den Temperaturen betroffenen Frankreich hat der Wetterdienst Météo France für 72 Departements, also den größten Teil des Landes, die höchste Warnstufe ausgerufen. Dort werden Temperaturen von bis zu 41 Grad erwartet.Aktien Mit diesen Tech-Werten verdienen Anleger an Wetterextremen Rekordhitze und Trockenheit treiben das Geschäft von Techspezialisten, die Software, Analysen und Messgeräte fürs Wetter liefern. Diese Aktien sind besonders attraktiv. von Martin GerthAuch in Wien und einigen anderen österreichischen Städten gilt wegen der Hitzewelle am Wochenende die höchste Wetterwarnstufe. Dort rechnen Fachleute mit bis zu 39 Grad.Was kann ich gegen die Hitze tun?Experten warnen sowohl vor den direkten Einwirkungen der hohen Temperaturen als auch vor der nicht direkt spürbaren UV-Strahlung. Um ungeschadet durch die Hitze zu kommen, solle man sich so wenig wie möglich in direktem Sonnenlicht aufhalten. „Trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl“, empfiehlt der DWD.Für Donnerstag hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) die höchsten Werte des Jahres angekündigt. In Norddeutschland werde ein UV-Index bis 8 erwartet, in Mitteldeutschland bis 9, in Süddeutschland seien stellenweise 10 möglich, im Hochgebirge gar 11 („extrem“). Bereits ab einem Index von 3 wird UV-Schutz empfohlen.Beim Thema Sport raten Mediziner zur Vorsicht. Der Deutsche Olympische Sportbund rät, Sport in die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen.Klimaanlagen Das Geschäft mit der Kälte Klimagerätehersteller wie Daikin verzeichnen steigende Umsätze – getrieben vom Klimawandel. Wer die richtige Anlage kauft, kann nicht nur kühlen, sondern auch heizen. von Clara ThierWann ist die Hitze eine Gefahr für mich?Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) weist auf seiner Website darauf hin, dass Symptome wie „Schwindel, Schwäche, starker Durst oder Kopfschmerz“ ernstgenommen werden sollten. Noch mehr seien „Übelkeit, Krämpfe, erhöhte Körpertemperatur, sehr rote oder sehr blasse Haut, Fieber, Erbrechen sowie Bewusstseinstrübung, Teilnahms- und Bewusstlosigkeit oder Kreislaufkollaps“ mögliche Anzeichen eines Hitzeschlags. Dieser solle dringend ärztlich behandelt werden. Wer diese Symptome spüre, solle einen Arzt aufsuchen oder den Notruf wählen.Was müssen Arbeitgeber bei Hitze beachten?Grundsätzlich müssen Arbeitgeber laut Arbeitsstättenverordnung „eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur“ in Arbeitsräumen sicherstellen. Hierbei gilt zunächst 26 Grad als Richttemperatur, welche die Luft nicht überschreiten sollte. Bei hohen Außentemperaturen sieht die Verordnung allerdings Ausnahmen vor.Wenn bereits ein geeigneter Sonnenschutz verwendet wird, soll der Arbeitgeber mögliche Gefahren beurteilen. Das betrifft besonders schwere körperliche Arbeit oder Arbeiten, bei denen Schutzbekleidung vorgeschrieben ist. Dabei muss er auch Faktoren wie die Luftfeuchtigkeit und Wärmeeinstrahlung beachten. Wichtig ist auch, dass Rücksicht auf besonders schutzbedürftige Beschäftigte genommen wird. Dazu zählen Schwangere, Ältere und Jugendliche. Steigt die Raumtemperatur über 35 Grad, ist der Raum für Arbeit grundsätzlich ungeeignet. Mit Material der Nachrichtenagentur dpa. rel Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick