PfadnavigationHomeSportFußballWMTorwart-LegendeDie Einwechslung eines 40-Jährigen sorgt für den Gänsehautmoment im AztekenstadionStand: 13:31 UhrLesedauer: 2 MinutenIm letzten Gruppenspiel trifft Mexiko auf Tschechien. Plötzlich wechselt Mexiko den Torwart – und das Aztekenstadion rastet aus. Die Szene im Video.Als feststeht, dass Co-Gastgeber Mexiko auch sein drittes Gruppenspiel gewinnt, sorgt Trainer Javier Aguirre für einen großen Moment. Er ermöglicht Torwart-Legende Guillermo Ochoa einen Ehreneinsatz.Das Spiel war längst entschieden, da sorgte Mexikos Trainer Javier Aguirre noch für einen Gänsehautmoment im legendären Aztekenstadion. In der 78. Minute kam Torwartlegende Guillermo Ochoa zu seinem Ehreneinsatz. Er wurde eingewechselt, ohne dass sich Stammtorwart Raúl Rangel verletzt hatte. Es war einfach eine Wertschätzung für die große Karriere des 40-Jährigen. Ochoa wurde unter lautem Applaus empfangen und übernahm sofort die Kapitänsbinde. Ochoa ist im Spätherbst seiner Karriere bei seiner sechsten und letzten WM-Endrunde dabei. 2006 und 2010 wurde er nominiert, kam aber nicht zum Einsatz. Bei den drei Ausgaben vor dem mit den USA und Kanada geteilten Heim-Turnier in diesem Jahr war er dann jeweils die Nummer eins. Der Kurzeinsatz gegen Tschechien (3:0) war sein zwölfter Auftritt auf der größtmöglichen Fußball-Bühne. Dass er zunächst erneut nur auf der Bank Platz nahm, sorgte vor der Partie für großen Unmut. Ochoa – der beim AEL Limassol auf Zypern spielt – ist in der Heimat überaus beliebt, spielt in diversen Werbespots die Hauptrolle. Jeder seiner Einsätze wird gefeiert. Zahlreiche Fans und Journalisten hatten einen Startelfeinsatz gefordert, zumal Mexiko schon vor der Partie als Sieger der Gruppe A feststand. Trainer Aguirre entschied sich zunächst dagegen, erfüllte den Wunsch dann aber noch. „Es war ein schöner Tribut an Memo“, sagte Aguirre mit einem zufriedenen Lächeln nach der Partie.Ochoa sah auf dem Platz noch den Treffer zum 3:0 durch Álvaro Fidalgo (90.+4). Zuvor hatten WM-Debütant Mateo Chavez (55.) und Julián Quiñones (61.) getroffen. Zu tun hatte er neben ein paar Ballkontakten, die alle gefeiert wurden, wenig, um sein Tor sauber zu halten. Er konnte sich auf die überschwänglichen Feierlichkeiten konzentrieren. Nach dem dritten Sieg im dritten Gruppenspiel wurde er von seinen Mitspielern in die Höhe geworfen und zeigte sich Arm in Arm mit seinem Vater. Die Tränen konnte er nicht mehr zurückhalten. Der WM-Euphorie in Mexiko tun solche Bilder vor dem Start der K.-o.-Phase sicher keinen Abbruch.Im weiteren Turnierverlauf wird für einen Ehreneinsatz von Ochoa keine Gelegenheit mehr sein. Der Torwart wird nach dieser WM mit dann 41 Jahren seine Karriere beenden. Die Nationalmannschaft sei immer sein Kompass gewesen, hatte er jüngst gesagt. Aber jetzt gehe diese Zeit zu Ende. „Ich sehe keinen Sinn mehr im Fußball. Ich sehe keinen Sinn mehr darin, weiterzuspielen“, sagte Ochoa. Nach diesem emotionalen Moment im Aztekenstadion sollte man ihn fragen, ob er das immer noch so sieht.luwi
Fußball-WM: Die Einwechslung eines 40-Jährigen sorgt für den Gänsehautmoment - WELT
Als feststeht, dass Co-Gastgeber Mexiko auch sein drittes Gruppenspiel gewinnt, sorgt Trainer Javier Aguirre für einen großen Moment. Er ermöglicht Torwart-Legende Guillermo Ochoa einen Ehreneinsatz.












