Normalerweise ist man sauer, wenn man auf einen Fakeshop hereinfällt, der auf eine Bestellung hin nichts liefert. Doch in Südkorea gibt es einen neuen Trend, der genau darauf abzielt. Eine Essensdienst-Liefer-App sowie verschiedene Webshops, auf denen man sich Waren aussucht, zusammenklickt und bestellt. Die Nutzer:innen erhalten Warenkorb, Checkout und Fortschrittsanzeige, ohne dass Geld fließt oder ein Produkt geliefert wird – und das ist so beabsichtigt.Anzeige

It’s not a bug, it’s a feature. Denn das Geschäftsmodell dahinter zielt auf den Dopaminkick ab. Wobei „Geschäft“ hier schon übertrieben ist, denn Geld verdient die Website mit der Bestellung zunächst einmal nicht. Die koreanische App Food Never Comes simuliert den gesamten Auswahl- und Bestellvorgang. Verbraucher:innen wählen die Gerichte aus, legen sie in den Warenkorb und schließen eine virtuelle Bestellung ab – können dann sogar das Lieferfahrzeug auf einer Karte verfolgen. Zum Schluss zeigt die Website noch an, wie viel Geld und wie viele Kalorien man theoretisch gespart hat.

Laut koreanischen Medienberichten nutzen solche Apps vor Kund:innen, wenn sie nachts Heißhunger verspüren, aber eigentlich wissen, dass es nicht vernünftig ist, jetzt noch etwas zu bestellen. Auch den auf Langeweile resultierenden Kaufrausch kann man so kanalisieren, ohne den Geldbeutel zu belasten.Anzeige