PfadnavigationHomePolitikDeutschlandWiederaufbau-Konferenz„Frontlinie einfrieren und Töten beenden“ – Merz ruft zu Friedensverhandlungen für Ukraine aufStand: 12:33 UhrLesedauer: 2 MinutenDonald Tusk (l.) begrüßt Friedrich Merz in DanzigQuelle: Adam Warzawa/PAP/dpaBei der Wiederaufbau-Konferenz in Danzig hat Bundeskanzler Friedrich Merz Russland zu Verhandlungen aufgerufen. Der Kreml beharrt jedoch auf seinen Maximalforderungen. Die Ukraine erhält derweil die erste Zahlung des 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehens der EU.Bei einer Wiederaufbau-Konferenz für die Ukraine in Polen hat Bundeskanzler Friedrich Merz zu einem Einstieg in Friedensverhandlungen aufgerufen. „Russland wird diesen Krieg nicht gewinnen“, sagte der CDU-Politiker in Danzig (Gdansk). Europa und das transatlantische Bündnis seien bereit, noch mehr Druck auf die angeschlagene russische Wirtschaft auszuüben.„Die Zeit ist da, um Verhandlungen aufzunehmen, die Frontlinie einzufrieren und das Töten zu beenden“, sagte Merz in Richtung Moskau.Lesen Sie auchDie von Russland seit mehr als vier Jahren mit Krieg überzogene Ukraine zu unterstützen, sei für Deutschland eine „unerschütterliche Verpflichtung“, sagte Merz. Bisherige Verhandlungen über ein Konfliktende, geführt mit den USA als Vermittler, haben kein Ergebnis gebracht. Die großen europäischen Staaten suchen nach einem Format, sich an Gesprächen zu beteiligen. Allerdings beharrt Moskau auf Maximalforderungen, die auf eine Unterwerfung der Ukraine hinauslaufen. Es will auch nicht mit den Europäern reden.EU zahlt erste Milliarden ausDerweil erhält die Ukraine heute die erste Zahlung des 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehens der EU. Rund drei Milliarden Euro Makrofinanzhilfen würden ausgezahlt, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Danzig. In den kommenden Tagen solle zudem zusätzliches Geld für die Drohnenproduktion an Kiew fließen. „Das ist gelebte Solidarität“, betonte von der Leyen.Von den neuen EU-Finanzhilfen in Höhe von 90 Milliarden Euro sind 60 Milliarden für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. Die Hälfte des Geldes soll bereits in diesem Jahr fließen – weitere 45 Milliarden könnten dann im kommenden Jahr folgen.Gastgeber der Wiederaufbau-Konferenz (Ukraine Recovery Conference) sind der polnische Ministerpräsident Donald Tusk und seine ukrainische Kollegin Julia Swyrydenko. An den Beratungen sind auch die EU, die Siebenergruppe großer demokratischer Industrieländer (G 7), Institutionen wie die Weltbank und viele Firmenvertreter beteiligt.dpa/jm
Ukraine-Krieg: „Frontlinie einfrieren und Töten beenden“ – Merz ruft zu Friedensverhandlungen auf - WELT
Bei der Wiederaufbau-Konferenz in Danzig hat Bundeskanzler Friedrich Merz Russland zu Verhandlungen aufgerufen. Der Kreml beharrt jedoch auf seinen Maximalforderungen. Die Ukraine erhält derweil die erste Zahlung des 90 Milliarden Euro schweren Unterstützungsdarlehens der EU.









