Unbekannte haben auf dem Kieler Südfriedhof alevitische Gräber mit roter Farbe besprüht. Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall, weil ein religiöser Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann. »Ähnlich gelagerte Fälle« seien bislang aber nicht bekannt, sagte eine Sprecherin.

Es wurde außerdem Strafanzeige wegen Störung der Totenruhe erstattet. Wie die Polizei berichtet, liegt der Tatzeitraum zwischen dem 18. und dem 22. Juni. Zuvor hatte der NDR berichtet .Die alevitische Gemeinde in Kiel reagierte bestürzt auf den Vorfall und forderte eine umfassende Aufklärung des Sachverhalts. Nach aktuellem Kenntnisstand seien ausschließlich Grabstätten alevitischer Verstorbener betroffen.

»Wer die Grabstätten einer religiösen Minderheit schändet, verletzt nicht nur die Würde der Verstorbenen und die Gefühle der Angehörigen, sondern auch das Sicherheitsgefühl einer ganzen Gemeinschaft«, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der alevitischen Gemeinde, Deniz Kaşal, in einer Stellungnahme auf Instagram .