PfadnavigationHomePanoramaBerliner SchuleSchüler sollen Deepfake-Nacktbilder von Mitschülerinnen verbreitet haben – Polizei ermitteltStand: 10:10 UhrLesedauer: 2 MinutenHeinz-Brandt-Schule in Berlin-Weißensee (2011)Quelle: picture alliance/dpa/Stephanie PilickSchüler aus Berlin-Pankow sollen KI-Nacktfotos von Mitschülerinnen erstellt und geteilt haben. „Schulische Maßnahmen“ seien auch gegen jene Schüler verhängt worden, denen die Bilder gezeigt wurden, sie aber dann nicht meldeten.Der Vorwurf wiegt schwer: Zwei Schüler einer Berlin Schule sollen Deepfakes von Mitschülerinnen erstellt und geteilt haben. Dabei handelt es sich um KI-generierte, sexualisierte Nacktbilder. Wie die „Morgenpost“ berichtet, gehe es um drei Fälle.Die Zeitung beruft sich auf ein internes Schreiben der Heinz-Brandt-Schule in Berlin-Weißensee, wonach die Schulleitung am vergangenen Freitag davon erfahren habe. Der Schulgemeinschaft sei es am Montag mitgeteilt worden. Man sei „erschrocken und entsetzt darüber, dass Schüler unserer Schule gedanken- und skrupellos Fotos von Mitschüler:innen in dieser Art missbraucht haben“. Weiter schreibt die „Morgenpost“, dass die Polizei informiert worden sei. Diese ermittele nun im Auftrag der Staatsanwaltschaft. Die Hauptverantwortlichen, so heißt es weiter, seien mit sofortiger Wirkung vom Unterricht suspendiert. „Ebenso sind schulische Maßnahmen für die Schüler verhängt worden, denen die Bilder gezeigt wurden, dies jedoch nicht gemeldet haben.“Lesen Sie auchDie Schulleitung bezeichnet die Taten als „einen massiven Angriff auf die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Schülerinnen sowie eine Form sexualisierter Gewalt“. Die Schule wolle ihr Präventionskonzept sowie das Konzept zur Sexualerziehung jetzt gezielt überarbeiten. Sie appellierte zudem an die Eltern, mit ihren Kindern ins Gespräch zu gehen – sowohl über den Umgang mit Fotos anderer Personen als auch mit KI-Tools.Die Ermittlungen der Polizei wurden laut „Morgenpost“ von der Bildungssenatsverwaltung bestätigt. Auch die Gesamtelternvertretung sei angefragt worden und schrieb, dass man „erschüttert“ sei. „Wir finden es gut, dass es Schüler*innen gab, die den Mut hatten, die Bilder beziehungsweise Vorfälle zu melden.“ Die Schule habe „schnell und entschlossen gehandelt“. Über die von der Schule erwähnten Maßnahmen für Schüler, die von den Bildern wussten, ohne es zu melden, habe man keine Details. Grundsätzlich stehe man als Vorstand der Gesamtelternvertretung aber hinter der Schule und ihren Maßnahmen. „Wir haben großes Vertrauen in ihre Handlungsweise. An dieser Stelle auch den Fokus auf das Mitwissen und Nicht-Handeln zu legen, finden wir wichtig und richtig.“Die Gesetzeslage zu Deepfakes ist noch lückenhaft. Derzeit liegt aber ein erster Entwurf für ein Gesetz vor, das unter anderem das Erstellen und Verbreiten sexualisierter Deepfakes unter Strafe stellen soll. jm
Berlin: Schüler sollen Deepfake-Nacktbilder von Mitschülerinnen verbreitet haben – Polizei ermittelt - WELT
Schüler aus Berlin-Pankow sollen KI-Nacktfotos von Mitschülerinnen erstellt und geteilt haben. „Schulische Maßnahmen“ seien auch gegen jene Schüler verhängt worden, denen die Bilder gezeigt wurden, sie aber dann nicht meldeten.







