PfadnavigationHomePolitikDeutschlandUmfrageAfD erreicht Höchstwert in Brandenburg – Linkspartei liegt gleichauf mit CDUStand: 08:14 UhrLesedauer: 3 MinutenCDU-Innenminister Jan Redmann und SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke (r.) Quelle: Soeren Stache/dpaDie nächste Brandenburger Landtagswahl findet im Herbst 2029 statt. Bei einer aktuellen Abstimmung würde die AfD deutlich vor der SPD landen. Das BSW würde an der Fünfprozenthürde scheitern.Bei einer Landtagswahl in Brandenburg würde die AfD derzeit einer Umfrage zufolge mit großem Abstand vor der regierenden SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke landen. Der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) zufolge kommt die AfD auf 37 Prozent – nach 29,2 Prozent bei der Landtagswahl im September 2024. Die SPD folgt mit 22 Prozent und verliert damit rund neun Prozentpunkte. Im Vergleich zur vorangegangenen Umfrage von Infratest dimap im Dezember 2025 gewann die AfD zwei Punkte hinzu, die SPD blieb unverändert bei 22 Prozent.Auf dem dritten Platz folgen gleichauf mit jeweils zwölf Prozent die mit der SPD regierende CDU und die Linke. Die CDU kann ihr Wahlergebnis damit in etwa halten, die derzeit nicht im Potsdamer Landtag vertretene Linke vervierfacht ihren Wert. Die derzeit ebenfalls nicht im Landesparlament vertretenen Grünen erreichen sechs Prozent – ein Plus von rund zwei Punkten.Lesen Sie auchDas BSW würde mit vier Prozent und einem Minus von neuneinhalb Punkten ausscheiden. Auch FDP und Freie Wähler liegen weiter unter der Fünfprozenthürde. Die Umfragewerte im Überblick: AfD: 37 Prozent (+ 2)SPD: 22 Prozent (=)CDU: 12 (- 2)Linke: 12 Prozent (+ 3)Grüne: 6 Prozent (+ 1)BSW: 4 Prozent (- 3)Sonstige: 7 Prozent (- 1)Große Unzufriedenheit mit Brandenburger KoalitionNach der von der SPD knapp gewonnenen Wahl hatte in Brandenburg zunächst ein Bündnis aus SPD und BSW regiert, das zerbrach. Durch Übertritte von Abgeordneten wurde dann eine Mehrheit für SPD und CDU möglich. Die nächste Landtagswahl findet regulär im Herbst 2029 statt.Lesen Sie auchDie Werte der aktuellen Koalition sind schwach. 28 Prozent der Brandenburger sind demnach mit der CDU/SPD-Koalition zufrieden, 62 Prozent unzufrieden. Bei der Lösungskompetenz in einzelnen Feldern herrscht Skepsis: So glauben fast zwei Drittel (62 Prozent) der Befragten nicht, dass die Koalition die Dinge in Schule und Bildung voranbringen wird – 27 Prozent erwarten eine positive Entwicklung.Lesen Sie auchAuch in anderen Bereichen wie Polizei und Sicherheit, Zuwanderung und Migranten sowie Wirtschaft ist die Mehrheit der Meinung, dass die Regierung keine Verbesserungen auf den Weg bringen wird.Mehrheit für Woidke bis zur Wahl 2029Bekanntester und beliebtester Politiker bleibt allerdings Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Eine Mehrheit von 57 Prozent spricht sich dafür aus, dass er bis zur nächsten Landtagswahl 2029 im Amt bleibt – dagegen halten 31 Prozent eine vorzeitige Übergabe an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für angebracht.Mit Woidkes politischer Arbeit sind 46 Prozent zufrieden, in der Dezember-Umfrage waren es 48 Prozent. Zu Beginn der Vorgängerregierung aus SPD und BSW im Dezember 2024 bewerteten 55 Prozent seine Arbeit positiv.Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.Für die repräsentative Umfrage wurden den Angaben zufolge vom 18. bis 22. Juni 1159 Wahlberechtigte in Brandenburg befragt. Die Schwankungsbreite beträgt 2 Prozentpunkte bei einem Anteil von 10 Prozent, 3 Prozentpunkte bei 50 Prozent.AFP/dpa/krott
Umfrage: AfD erreicht Höchstwert in Brandenburg – Linkspartei liegt gleichauf mit CDU - WELT
Die nächste Brandenburger Landtagswahl findet im Herbst 2029 statt. Bei einer aktuellen Abstimmung würde die AfD deutlich vor der SPD landen. Das BSW würde an der Fünfprozenthürde scheitern.








