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Milan erinnert sich besonders an einen Moment, der für ihn sinnbildlich für die Proteste steht. „Es war der 15. März, Punkt 19.11 Uhr. Ich stand neben einer Reihe von Menschen, die von einer Schallwaffe getroffen wurden. Ich hörte nur diesen lauten Knall, der wie ein tieffliegendes Flugzeug klang. Dieses Ereignis hat mir gezeigt: Es gibt zwei Grundhaltungen in unserem Land. Man muss sich für eine Seite entscheiden.“ An diesem Abend demonstrierten Zehntausende Menschen in Belgrad gegen die Regierung von Präsident Aleksandar Vucic. Für den jungen Mann wurde der Protest spätestens dort zu mehr als einer politischen Bewegung.
Milan, 25 Jahre alt, hat seine Entscheidung bereits vor zwei Jahren getroffen. Der Philologie-Student an der Universität Belgrad engagiert sich seit Beginn der Proteste gegen die Regierung. Im Gespräch wirkt er ruhig und selbstbewusst. Angst vor möglichen Konsequenzen scheint er nicht zu haben. „Ich möchte, egal ob ich hier lebe oder nicht, für meine Familie und Freunde in diesem Land eine bessere Zukunft aufbauen.“







