Mehr als 62 Hektar eines Waldgebietes in der Nähe von Neustrelitz brennen. Das Gebiet ist munitionsbelastet. Anwohner sollen wegen der anhaltenden Rauchentwicklung Fenster und Türen geschlossen halten.

Bei Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) brennt ein Waldstück. Das betroffene Gebiet liegt im Müritz Nationalpark an der B193 Richtung Penzlin, ist nach Angaben der Polizei mittlerweile mehr als 62 Hektar groß und munitionsbelastet. Deswegen könne die Feuerwehr es nicht betreten, so Jörg Westphal von der Neustrelitzer Feuerwehr. Seine Kameraden und er könnten nur zuschauen, wie der Wald abbrenne und die Lage kontrollieren. Der Munitionsbergungsdienst des Landkreises, sowie wie ein Spezialfahrzeug zur Waldbrandbekämpfung und der Katastrophenschutz sind vor Ort. Die B193 ist kurz vor Neustrelitz derzeit gesperrt. Auch Mitarbeiter einer nahegelegenen Werkstatt für Behinderte wurden zur Sicherheit aus dem Umfeld gebracht.

Vielerorts wurden heute über 30 Grad erreicht - und zum Wochenende wird's noch heißer. Vor allem ältere und kranke Menschen sind gefährdet. Viele Schulen geben hitzefrei.

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) spricht von großen Herausforderungen durch die Munitionsbelastung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz. "Das ist Kategorie 4, in dieses Gebiet, wo es aktuell brennt, darf niemand rein, auch kein Feuerwehrkamerad. Das ist einfach zu gefährlich. Es soll auch schon erste einzelne Detonationen gegeben haben." Er stehe mit dem Landrat und dem Nationalparkamt in direkter Verbindung. Laut Backhaus wird derzeit ein Waldbrandriegel aufgebaut. Dazu sollen auch Kreisregner installiert werden. Durch den Temperaturanstieg in den nächsten Tagen sei weiter mit einer erhöhten Waldbrandgefahr zu rechnen.