Er taucht für gewöhnlich immer dann auf, wenn in Großbritannien große politische Ereignisse anstehen, die den Posten des Premierministers betreffen: der sogenannte „Hot Podium Guy“ (zu Deutsch: heißer Rednerpult-Typ).Dabei handelt es sich um den 42-jährigen Toningenieur Tobias Gough, der für die britische Medien- und Live-Event-Agentur „MGi London“ arbeitet, wie unter anderem das Medium „New York Times“ berichtete. Bevor an der Downing Street 10 in London, dem Amtssitz des britischen Premiers, Pressekonferenzen abgehalten werden, tritt für gewöhnlich Gough vor die bereits aufgestellten Kameras, um die Mikrofone am Rednerpult zu testen.Der einzig verlässliche Mann in der Politik.Katie Glass, Journalistin bei „The Times“Solche Pressekonferenzen werden für gewöhnlich immer dann abgehalten, wenn ein britischer Premierminister Neuwahlen ausruft, sich an die Nation wendet oder zurücktritt. Letzteres kam in den vergangenen Jahren des Öfteren vor. Und so tauchte der Tontechnik-testende Gough jüngst vermehrt in der medialen Berichterstattung auf und wurde schon bald als Vorbote wichtiger politischer Ereignisse gehandelt.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Zuletzt war der 42-Jährige am Montag vor den Kameras zu sehen, als Premier Keir Starmer öffentlich seinen Rücktritt ankündigte. Erstmals war der stets in schwarzen T-Shirts gekleidete Tontechniker Medienberichten zufolge im Jahr 2019 zu sehen, als die damalige Premierministerin Theresa May ihr Amt niederlegte. Bereits damals erregte Gough zunächst vor allem bei der weiblichen Bevölkerung Großbritanniens größere Aufmerksamkeit. Schon bald wurde der Brite in den sozialen Medien nur noch „Hot Podium Guy“ genannt. Social-Media-Nutzer feiern den „Hot Podium Guy“ Sechs Jahre später steht Gough wieder am Mikrofon des Rednerpults vor der Downing Street 10 und trällert sein „one, two, three, four, five, six, seven, eight“ in die Mikrofone. Er erlebte fünf britische Premierminister. Mittlerweile kursieren etliche Videos von ihm auf TikTok, Instagram und Facebook.Schon bald analysierte die britische Presse die Begeisterungsstürme der Social-Media-User. Journalistin Katie Glass von der Londoner Zeitung „The Times“ bezeichnete den „Hot Podium Guy“ jüngst in einem Artikel als „den einzig verlässlichen Mann in der Politik“.Und auch die Instagram-Community schreibt dem Tonmann in den Kommentarspalten mitunter mehr Verlässlichkeit zu als vielen britischen Regierungschefs. So schreibt etwa der Nutzer „ebrukeskin“: „Ab einem bestimmten Punkt sollte man ihn einfach zum Premierminister ernennen … er ist immerhin zuverlässig und beständig.“Der User „tamoderos“ meint hingegen pathetisch: „In einer Welt voller Chaos sei der Fels in der Brandung, Tobias.“ Auch „loisreid123“ stellt unverblümt fest: „Der viel beschäftigtste Mann in ganz Westminster.“ Derweil zeigt sich „danielbrocklebank“ eher besorgt um die Kondition des „Hot Podium Guys“: „Er braucht endlich Urlaub! Er hat sich total verausgabt!!“