Es ist eines der bekanntesten Gebäude Berlins und zugleich eines der größten Versprechen der Stadt: das ICC am Funkturm. Seit 2014 befindet sich das silberne Raumschiff im Stillstandsbetrieb. Nun soll es wieder öffnen. Nicht sofort. Nicht nächstes Jahr. Aber zum ersten Mal seit langer Zeit gibt es einen konkreten Plan.

Der Senat hat am Mittwoch die Vergabeempfehlung für die sogenannte Projektpartnerschaft Quartier ICC vorgestellt. Das Land will mit dem Konsortium nun exklusiv weiterverhandeln. Es geht um eine rund zweijährige Anhandgabephase, um Baurecht, Finanzierung, Denkmalschutz, Sanierung und den späteren Erbbaurechtsvertrag. Erst danach kann das Abgeordnetenhaus entscheiden.

Giffey: „Noch nie so weit wie heute“

Franziska Giffey eröffnete die Pressekonferenz in der RBB-Dachlounge mit dem Versuch, aus einem Berliner Dauerproblem eine Erfolgsgeschichte zu machen. Das ICC sei „eine Berliner Ikone, die seit Jahren auf ihre neue Zeit wartet“, sagte die Wirtschaftssenatorin. „Seit dem Beginn des Stillstandsbetriebs waren wir noch nie so weit wie heute.“

Das ist die politische Botschaft des Tages. Berlin hat für das ICC schon viele Ideen gesehen. Seit 2014 wird das Haus nicht mehr regulär genutzt. Der Stillstand kostet das Land nach Senatsangaben rund zwei Millionen Euro im Jahr. Jetzt soll die bisherige Nutzung als reines Kongresszentrum durch ein dauerhaft öffentlich zugängliches Quartier ersetzt werden.