Die Sommerferien stehen vor der Tür. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland beginnen sie am Montag, dem 29. Juni. Am Wochenende beginnt für viele schon der Urlaub, was am größten deutschen Flughafen in Frankfurt einiges an Mehrarbeit bedeutet.Der Flughafenbetreiber Fraport rechnet allein für das nächste Wochenende mit 616.000 Passagieren, von Ende Juni bis zum Ende der Sommerferien am 9. August sollen es neun Millionen Reisende bei rund 60.000 Starts und Landungen sein. Allein in den Sommerferien fliegen angesichts des erwarteten Passagieraufkommens für 2026 (gut 65 Millionen) also mehr als 13 Prozent der Passagiere von Frankfurt aus in die Welt, die im Sommerflugplan von dort 283 Ziele in 92 Ländern erreichen können.Zeitfenster für Sicherheitskontrolle buchenUm Zeit zu sparen oder die Reise planbarer zu machen, gibt es für Passagiere eine Reihe von Tipps. So weist Fraport darauf hin, dass Reisende mit FRA Smartway bis zu 72 Stunden vor ihrem Flug ein Zeitfenster für die Sicherheitskontrolle buchen können. Zudem beschleunigen moderne CT-Scanner im Terminal 3 und in großen Teilen des Terminals 1 die Handgepäckkontrollen, weil der Inhalt des Gepäckstücks, etwa elektronische Geräte oder Flüssigkeiten in Behältern mit bis zu zwei Litern Fassungsvermögen, bei der Kontrolle nicht herausgeholt werden müssen. Informationen zur Mitnahme von Flüssigkeiten finden Passagiere online.Online-Check-in und Fast-Bag-Drop-Automaten nutzenZudem wird empfohlen, den Online-Check-in zu nutzen, sofern er von der jeweiligen Fluggesellschaft angeboten wird. Für ihr Aufgabegepäck können eingecheckte Passagiere sogenannte Fast-Bag-Drop-Automaten nutzen. Dazu müssen sie an einem der Check-in-Automaten ihre Bordkarte scannen lassen. Der Gepäckanhänger wird automatisch gedruckt und muss dann an einem der Tragegriffe des Gepäckstücks angebracht werden. Danach kann man den Koffer oder die Tasche mit dem Gepäckanhänger nach oben in einen der Drop-Automaten hineinstellen. Dieser wiegt das Gepäckstück und scannt den Anhänger. Die Flugnummer und das Gate erscheinen auf dem Bedienfeld. Dann kann ein weiterer Koffer aufgegeben oder der Vorgang beendet werden. Im Anschluss erhält man eine Quittung, und der Koffer findet seinen Weg in den Flieger.Gepäck von zu Hause aus aufgebenZudem ist bei manchen Airlines die Gepäckaufgabe bis zu 23 Stunden vor dem Abflug möglich. Kunden von Lufthansa, Condor, Discover und Swiss können ihr Gepäck zudem mit dem Serviceanbieter Airportr gegen Gebühr von zu Hause aus abgeben.Weil während der Sommerferien auch die Parkhäuser am Flughafen stark ausgelastet sein werden, empfiehlt der Flughafenbetreiber, frühzeitig einen Parkplatz zu reservieren. Wie man mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zum neuen Terminal 3 kommt, haben wir hier bereits aufgeschrieben. Die Skyline-Bahn, die das Terminal 3 an den öffentlichen Nahverkehr anschließt, ist nach einer Störung wieder in Betrieb, wenn auch mit Einschränkungen.Mit längeren Wartezeiten rechnet Fraport wegen des neuen EU-weiten Grenzkontrollsystems, das die Einreise in den und die Ausreise aus dem Schengenraum für Reisende aus Nicht-EU-Staaten erfasst. Dieses sogenannte Entry Exit System (EES), das seit Oktober 2025 bis April schrittweise an Grenzübergängen und damit auch Flughäfen eingeführt wurde, wird in der Branche schon jetzt heftig kritisiert, weil die Einreise von Nicht-Schengen-Passagieren deutlich länger dauere. Das System ersetzt den Stempel im Reisepass durch eine digitale Registrierung. Bei der Einreise werden biometrische (Fingerabdrücke, Gesichtsbilder) und persönliche Daten erfasst, was länger dauere als das alte Verfahren.Drei Stunden vor Abflug am Flughafen seinAm Flughafen versucht man, darauf bestmöglich zu reagieren, um die Wartezeiten in den Sommerferien möglichst gering zu halten. So werde unter anderem mehr Personal bereitgestellt, und die Passagierströme sollen flexibel gesteuert werden, um sie zwischen den einzelnen Kontrollbereichen gleichmäßig zu verteilen, wie Fraport mitteilt. Nicht-EU-Bürgern wird empfohlen, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen einzutreffen. Dies gilt auch für EU-Bürger, Passagiere des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und Menschen aus der Schweiz bei Reisen außerhalb des Schengenraums. Für eine unkomplizierte Passkontrolle wird von Fraport das automatisierte Grenzkontrollsystem Easypass empfohlen. Auch zur Grenzkontrolle stehen online Informationen zur Verfügung.
So kommen Flug-Passagiere entspannt in den Urlaub: Tipps zu Check-in, Gepäck, Wasser
Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport rechnet für das erste Ferienwochenende mit mehr als 600.000 Passagieren – und gibt Tipps, wie der Weg in den Urlaub stressfrei gelingt.






