Der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, akzeptiert Medienberichten zufolge, vorerst in Untersuchungshaft zu bleiben. Gegen eine entsprechende Entscheidung des Gerichts gehe der 29-Jährige nicht in Berufung, sagte dessen Anwalt der Zeitung »Aftenposten« .Diese Entscheidung akzeptiere sein Mandant, sagte Anwalt Petar Sekulic »Aftenposten«. Høiby sitzt seit Anfang Februar in Untersuchungshaft, nachdem gegen ein Kontaktverbot gegenüber einer Ex-Freundin verstoßen hatte. Er hatte seitdem mehrfach erfolglos eine Freilassung beantragt. Gerichte befürchteten, er könnte seine Ex-Freundin wieder aufsuchen. Außerdem sahen sie das Risiko neuer Gewalttaten gegen die Frau.

Ziehe sich der Prozess wegen eines Berufungsverfahrens länger, müssten Alternativen wie eine elektronische Fußfessel in Betracht gezogen werden, hatte das Gericht in seiner Entscheidung erklärt. Das ist durchaus wahrscheinlich, denn die Verurteilung zu vier Jahren Haft für insgesamt 34 Straftaten will Høiby nicht hinnehmen: Seine Verteidiger haben angekündigt, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Ein Berufungsprozess könnte laut norwegischen Medien womöglich erst kommendes Jahr stattfinden.Lesen Sie hier mehr zum Prozess gegen Høiby und seinen Folgen für das norwegische Königshaus.