Ein Attaché der US-Botschaft steht auf der Außenterrasse des Restaurant-Gebäudes am Funkturm und blickt nach Süden, als unter den 2500 Gästen auf dem Gelände für einen Moment Stille einkehrt. Dann reißt das Dröhnen der Triebwerke die Stille auf, binnen Sekunden ziehen vier F-16-Jets über das Areal. Im Vorfeld des amerikanischen Nationalfeiertags am 4. Juli hatte die US-Botschaft zum Sommerfest geladen – in diesem Jahr mit besonderem Anlass: 250 Jahre amerikanische Unabhängigkeit.
Nach beiden Nationalhymnen eröffnet Wirtschaftsministerin Katherina Reiche mit einer Rede offiziell das Fest. Eine Militärkapelle sorgt für die musikalische Untermalung. Deutsche und amerikanische Fähnchen stecken in den Rosenbeeten am Wasserbecken. Die Gäste unterhalten sich miteinander. Unter ihnen sind Botschafter aus El Salvador, Argentinien, Costa Rica und Israel.
US-Attachés beim Sommerfest am Funkturm
© Luise Evers/Berliner Zeitung
Das Fest fällt in eine Zeit, in der die transatlantischen Beziehungen – sowohl zwischen Deutschland als auch der gesamten EU und den USA – als angespannt gelten. Wie Washington diese Lage derzeit selbst einordnet, wurde beim Pressebriefing mit dem US-Gesandten Alan Meltzer deutlich, das dem Fest vorausging.












