Schwierige Projektakquise, unregelmäßige Auslastung und Flauten sowie zunehmender Preisdruck gehören aktuell zu den größten Herausforderungen für Freelancer. Das geht aus einer Studie des Portals Freelance.de hervor. Demnach schätzen die Freelancer die wirtschaftlichen Faktoren mehrheitlich negativ ein: 85 Prozent sehen in steigendem Kostendruck und Budgetkürzungen bei Kunden einen negativen Einfluss, 79 Prozent bewerten die Wirtschafts- und Projektlage negativ und 71 Prozent führen Inflation sowie steigende Lebenshaltungskosten als Belastung auf.

(Bild: Freelance.de)

Auch bei der Zusammenarbeit mit Personaldienstleistern zeigen sich laut den Ergebnissen von Freelance.de Reibungspunkte: 52 Prozent der Freelancer berichten von Ghosting – also ausbleibendem Feedback nach Profilversand, Bewerbung oder Interview. Weitere häufig genannte Hürden sind unverbindliche Profilanfragen ohne konkretes Projekt (38 Prozent), intransparente Projektanfragen mit unklarem Budget, unklarer Laufzeit oder unklaren Anforderungen (37 Prozent) sowie harte Stundensatzverhandlungen (37 Prozent).

Lange Entscheidungswege, langsame Rückmeldung

In der direkten Zusammenarbeit mit Unternehmen sind die Hürden anders geartet: Hier beklagen die Freelancer am häufigsten lange Entscheidungswege und langsame Rückmeldungen (36 Prozent). Darauf folgen rechtliche Unsicherheit und Compliance-Fragen wie etwa der Dauerbrenner Scheinselbstständigkeit (34 Prozent) sowie Preisdruck bei den Stundensatzverhandlungen (30 Prozent). Hinzu kommen hoher administrativer Aufwand (27 Prozent) und unrealistische Erwartungen an Zeit, Umfang und Verfügbarkeit (26 Prozent). Die Zahlen basieren auf Online-Befragungen von 3.300 Freelancern zwischen dem 27. Januar und dem 2. März 2026.